| 00.00 Uhr

Kaarst
Asphalt-Tattoos für besseres Miteinander auf den Feldwegen

Kaarst. Regelmäßig dreht Henriette Ingerfurth ihre Runden über die Feldwege. "Dabei habe ich ein gesprühtes Logo auf einem Feldweg zwischen Driesch und Vorst entdeckt, das zu mehr gegenseitiger Rücksicht mahnt", berichtet sie. Immer wieder beobachte sie "diesen Kleinkrieg" zwischen Fahrradfahrern, Spaziergängern, Dauerläufern und Hundebesitzern. "Wenn ein Traktor kommt, gehen die meisten nicht zur Seite. Die Traktoren müssen sich oft mühsam ihren Weg bahnen", schildert sie ihre Eindrücke.

Das weiß auch Ortslandwirt Johannes Küppers, der mit der katholischen Landjugend die Logos auf die Feldwege gesprüht hat: "Die Wege werden heute häufig zur Naherholung genutzt. Deshalb steht bei vielen der Freizeitgedanke im Vordergrund und sie reagieren oft ungehalten, wenn Landwirte mit ihren schweren Maschinen zu den Feldern müssen." Ursprünglich seien die Wege allerdings genau dafür von den Bauern angelegt worden. Erst später habe die Stadt sie übernommen und ausgebaut. Doch es gehe nicht darum, auf Rechte zu beharren, sondern gegenseitiges Verständnis zu üben. An insgesamt fünf Stellen im Stadtgebiet hat die Landjugend deshalb das Piktogramm gesprayt, das ein harmonisches Miteinander von Rad- und Treckerfahrer zeigt. "Überall dort, wo Erholungssuchende und Landwirte häufig aufeinandertreffen, etwa am Wasserwerk in Driesch, auf der Osterather Straße in Kaarst oder dem Wirtschaftsweg zwischen Hassel- und Römerstraße."

Was die Rücksichtnahme betrifft, bezieht Johannes Küppers ausdrücklich aber auch die Landwirte ein. Auch die Fahrer der - oftmals überbreiten - Traktoren sollten sich fair gegenüber Spaziergängern, Joggern und Radfahrern verhalten. "Allerdings sind wir über die Kennzeichen leicht zu identifizieren und häufig auch in der Gegend bekannt", sagt der Ortslandwirt.

(dagi)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Kaarst: Asphalt-Tattoos für besseres Miteinander auf den Feldwegen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.