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Kaarst
Asphaltdecke ersetzt kaputte Pflastersteine

Kaarst. Die Stadt wird das vor einem Jahr verlegte Pflaster auf der Alten Heerstraße entfernen und stattdessen eine Asphaltdecke ziehen lassen. Von Stefan Reinelt

Die Posse um die kaputte Straße vor dem Rathaus Kaarst – findet sie nun endgültig ein gutes Ende? Die Stadt ging bereits vor einem Jahr davon aus, als die brüchige Top-Stone-Fläche auf der Alten Heerstraße gegen kleinere Pflastersteine ausgetauscht wurde. Sie sollten die Last der Fahrzeuge besser verteilen und die Fahrbahn tragfähiger machen. Doch schon kurze Zeit später gaben zahlreiche Steine der Belastung nach. Eine Schuldfrage konnte bis heute nicht geklärt werden. "Alle Arbeiten wurden den Richtlinien gemäß korrekt erledigt, nur das Ergebnis war schließlich fehlerhaft", sagt Tiefbauamtsleiter Jan Opial. Die Belastung, unter anderem durch die zweitweisen Autobahnsperrungen, sei größer gewesen als erwartet. Daraus folgend müsste also die Entscheidung für Pflastersteine nicht die richtige gewesen sein.

Fakt ist nun, dass die Stadt das Pflaster entfernen und stattdessen eine Asphaltdecke ziehen lässt. Die damals beauftragte Firma Kemna wird dies als Kulanz erledigen. Der Straßenabschnitt und die dazugehörigen Rampen bekommen eine Decke aus Gussasphalt mit grau-weißem Granit. "Dadurch bildet die Oberfläche eine farbliche Einheit zum Top-Stone-Pflaster am Neumarkt", erklärt der Technische Beigeordnete Manfred Meuter. Trotz vorgeschriebenem Tempo 20 soll die Optik dort zusätzlich für eine geminderte Geschwindigkeit sorgen. Die Sanierung ist für die Zeit vom 12. bis 16. August vorgesehen. Währenddessen wird die Alte Heerstraße in diesem Abschnitt komplett gesperrt, der Verkehr und die Busse über die Straße Am Dreieck umgeleitet.

Andere Straßenbaumaßnahmen konnten in den vergangenen Tagen beendet werden. Mit einer Vollsperrung am Wochenende wurden die Bauarbeiten auf der Maubisstraße abgeschlossen. Sie ist die am stärksten frequentierte Straße im Stadtgebiet, für die allein die Kommune verantwortlich ist. Der Zustand zuletzt war mehr als schlecht, vor allem im Bereich der Bushaltestellen war die Oberfläche abgesackt. Die Kreiswerke Grevenbroich hatten dort bereits seit Februar die Versorgungsleitungen erneuert, in den letzten fünf Wochen ließ die Stadt auf 900 Metern die Rinne zum Bordstein sanieren und auf 3500 Quadratmetern eine neue Asphaltdecke ziehen. Diese solle im besten Fall 20 Jahre halten, so Jan Opial.

Viele Monate lebten die Bürger im Heiligenviertel von Büttgen mit einer Baustelle. Im Bereich zwischen Michael-, Driescher- und Hubertusstraße wurden Kanäle und Versorgungsleitungen saniert, teilweise auch die Bürgersteige repariert und neue Bäume gepflanzt. Auch dort arbeiteten Kreiswerke und Stadt Hand in Hand. "Durch solche gebündelten Verfahren haben die Anwohner einmalig eine stärkere Belastung, dafür dann zehn Jahre Ruhe", sagt Meuter. In ein bis zwei Jahren stünde beispielsweise die Nordkanalallee in Holzbüttgen im Sanierungsprogramm der Kreiswerke, und dann werde auch die Stadt dort tätig werden, kündigt er an.

Quelle: NGZ
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