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Kaarst
Ausgelassene Sitzungen der katholischen Frauen

Kaarst: Ausgelassene Sitzungen der katholischen Frauen
"Schwarz-Weiß-Fernsehen" in Vorst: Die 16 Akteurinnen der kfd-Karnevalsgruppe stellten ein unterhaltsames fünfstündiges Programm auf die Beine. FOTO: "Tinter, Anja (ati)"
Kaarst. "Das Wunder von Bern" als grandioser "Eisbrecher" in Vorst / Diakon Krause kämpft in Büttgen mit Gummi-Hai Von Rudolf Barnholt

Fast zeitgleich feierten die Katholischen Frauengemeinschaften Büttgen und Vorst in den jeweiligen Pfarrzentren Karneval. Die Stimmung war auf beiden Veranstaltungen ausgelassen, es gab aber durchaus Unterschiede.

In Vorst standen ausschließlich Frauen auf der Bühne, Bärte waren durchweg angeklebt. Sitzungspräsidentin Petra Winkels präsentierte unter anderem "Das Wunder von Bern": Alle 16 Aktiven waren in diesen grandiosen "Eisbrecher" in Anlehnung an das gleichnamige Musical eingebunden. Tanz und Musik spielten ohnehin eine große Rolle. Dass Danny Frimmersdorf immer wieder auf der Bühne mitmischte, war so selbstverständlich nicht, war sie doch erst am 4. Januar Mutter geworden. Mit 22 Jahren die Jüngste in der kfd-Karnevalsgruppe und zum ersten Mal dabei: Laura Wellmann. Sonja Dick und Tanja Heimes ließen das legendäre "Colonia Duett" wieder aufleben. Ein Unikum als Büttenrednerin: Marie-Luise Schiffer. Sie plauderte über "minne Helmut" und ließ sich über das Alter aus: "Ich fahre zum Friedhof", sagte etwa die Großmutter zur Enkelin. "Und wer bringt das Fahrrad zurück?", wollte die wissen. Köstlich auch die drei Frauen in der Selbsthilfegruppe. Traudl Keune in Strumpfhose mit Raubkatzendesign war verrückt auf Männer, Margret Spicker eine Männer-Mörderin und Yvonne Keune eine Alkoholikerin. Das Programm dauerte pralle fünf Stunden und endete mit dem musikalischen Versprechen "Im nächsten Jahr kommen wir alle wieder".

Diese Bärte sind nicht angeklebt: Bei der Sitzung der Büttgener Frauengemeinschaft durften auch Herren auf die Bühne. FOTO: A. Tinter

Auch in Büttgen waren sehr viele Frauen im Publikum toll verkleidet. In der Pause hatten die Mitglieder des Elferrats sich umgeschaut und die Gäste mit den besten Kostümen auf die Bühne gebeten. Durch die Lautstärke des Applauses bestimmten die Zuschauerinnen, dass das Miss-Piggy-Kostüm von Elke Frimmersdorf das schönste war. Monique Brodka, die die Sitzung jetzt im zweiten Jahr leitete, konnte mit den Darbietungen und der Resonanz sehr zufrieden sein. Als Stimmungskanone erwies sich Quotenmann und Diakon Hermann-Josef Krause, der mit den "Büttger Spaßvögel" auftrat. Während Elke Mühlensiepen, Martina Krawinkel, Marlies Kehrmann und Gundi Stöckl sich in nostalgischem Outfit zu passender Musik ("Pack die Badehose ein") im Pool tummelten, nahm Krause im Mucki-Mann-Kostüm den Kampf mit dem - aufblasbaren - Hai auf, und das Publikum tobte vor Begeisterung, wollte eine Zugabe. Franziska Jager, die einst von Büttgen nach Schwelm gezogen war, schlüpfte zum 18. Mal ins Hoppeditz-Kostüm. "Der Karneval hier ist einmalig, kein Vergleich zu Schwelm", lautete ihr Urteil. Zu den weiteren Höhepunkten gehörte der Auftritt von Silke Tillner als Helene Fischer. "Ausflippen", lautete die Regieanweisung. Die Frauen hielt es nicht mehr auf ihren Stühlen - insgesamt eine tolle Vorstellung in Büttgen und in Vorst.

Quelle: NGZ
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