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Kaarst
Bau einer Kräuterspirale gibt Schülern Einblick in Berufspraxis

Kaarst. Das Biotop des Georg-Büchner-Gymnasiums hat neuerdings eine Kräuterspirale: Rosmarin, Oregano, goldener Zitronenthymian, Currykraut und Waldmeister - um nur einige Kräuter zu nennen - wurden zwischen spiralförmig angeordnete Steine gepflanzt. Die Idee stammt von Biologielehrerin Petra Samusch, die während einer Fortbildung auf dieses Projekt aufmerksam wurde. Beim zdi-Netzwerk (Zukunft durch Innovation) Rhein-Kreis-Neuss, das studienorientierte Maßnahmen im Bereich Naturwissenschaften und Technik fördert, beantragte sie finanzielle Unterstützung. Gemeinsam mit den Schülern der Klasse 9 b und Gerhard Schäfer, Gartenarchitekt im Ruhestand, wurde das Vorhaben geplant. Den Kontakt zu Schäfer stellte Klassenlehrer Denis Schwederwski her, der die "Bauaufsicht" innehatte.

"Das Ganze war eine tolle Kombination aus Planung und praktischer Arbeit", sagt er. Auch Schäfer zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. "Es war das erste Mal, dass ich mit Schülern gearbeitet habe", erzählt er. Zuerst sei er skeptisch gewesen, dann aber überrascht vom engagierten Einsatz der Schüler, den gezeichneten Plan der Kräuterspirale umzusetzen. "Vom benachbarten Teich haben wir Erdaushub verwendet, um für alle Kräuter gemäß ihren Ansprüchen trockene, mittelfeuchte und feuchte Zonen zu schaffen", erklärt Schäfer. Zwei Unterrichtstage mit insgesamt neun Stunden wurden benötigt. Bemalte Steine kennzeichnen die Kräuter. "Die Fünft- und Sechstklässler übernehmen traditionell die Pflege der Anlagen des Biotops", erläutert Lehrerin Samusch. Alle Schüler dürfen die Kräuter ernten. Ihr schwebt zudem eine Verwendung für die Schulküche vor.

Den Schülern hat der Einsatz trotz der schweißtreibenden Temperaturen großen Spaß gemacht. Josephine (14) hat Kräuter gepflanzt und Steine bemalt, unterstützt von Yannick. Für Mattis (14) war alles "positiv anstrengend, weil es richtige Praxis war", findet er. Schulleiter Volker Werker freut sich über die Motivation seiner Schüler. Ob alles letztendlich zum Studium der Gartenarchitektur führt, ließen diese offen. Einen Vorgeschmack auf ein mögliches Arbeitsfeld haben sie aber bekommen.

(keld)
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