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Kaarst
Bei der Tauschbörse des Nabu gibt's zur Pflanze noch wertvolle Tipps

Kaarst. Die Pflanzentauschbörse des Nabu, die seit 1999 einmal im Jahr auf dem Tuppenhof stattfindet, war schon lange nicht mehr so gut besucht wie diesmal: Am Samstagvormittag waren die Pflanzenkenner und -liebhaber unter sich. "Die Resonanz ist erstaunlich, damit hatte ich bei diesem Wetter gar nicht gerechnet", sagte Monika Tan vom Nabu. Zum ersten Mal habe sie keine Gießkanne mitbringen müssen, um die Pflanzen zu bewässern - das besorgte der Regen. Vor allem Bärlauch und Minze seien gefragt. Und sie freute sich, dass Fridolin Strücker wieder mit von der Partie war - der 68-jährige Vorster ist ein ausgesprochener Pflanzenliebhaber und hat sich mittlerweile enorme Kenntnisse angeeignet. "Dieses Interesse habe ich von meiner Großmutter geerbt", sagte Strücker.

Susanne Patelka aus Düsseldorf gehörte zu denen, die an seinem Stand fündig wurden. "Und diese Lilie, wie blüht sie - wissen Sie das?", wurde Strücker gefragt und er sollte die Antwort nicht schuldig bleiben. Einer seiner zahlreichen Tipps: "Der Rote Sauerampfer schmeckt zwar nicht besonders, sieht aber gut aus." Außerdem: "Dahlien wirken auch auf Hummeln sehr anziehend." In seinem eigenen Garten ist ihm eine enorme Vielfalt an Pflanzen wichtig und Fridolin Strücker gefiel es, dass mit seinen Pflanzen jetzt so mancher Garten aufgepeppt wird. Sein Credo: "Die schwächeren Pflanzen sind oft die schöneren, deshalb muss der Mensch hier und da eingreifen."

Elke Klapdor aus Herrenshoff war zum allerersten Mal auf dem Tuppenhof und zeigte sich begeistert: "Es ist sehr schön hier und ich habe sehr viele interessante Pflanzen gefunden." Es gab aber auch Samen, etwa für Wildblumen. "Sie sind nicht nur wunderschön, sondern helfen auch vielen Tieren wie zum Beispiel den Wildbienen", gab Nabu-Mitglied Ulrike Silberbach zu verstehen. Selbst wer nichts tauschen wollte, kam auf seine Kosten: Es gab Kaffee und Waffeln, Sabine Friedeler präsentierte sich als "die Basteltante des Nabu": Sie bot unter anderem Nisthilfen für Wildbienen an, hob die Leistung dieser Tiere für die Bestäubung von Pflanzen hervor - und verriet, dass sie die "Gehörnte Mauerbiene" besonders knuffig findet. Was den Nabu-Leuten ebenfalls gefällt: Der Schleiereulenkasten auf dem Tuppenhof-Gelände wird regelmäßig besucht. Sabine Friedeler: "Wir sind gespannt, ob es dort zu einer Brut kommt."

(barni)
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