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Kaarst
Besuch aus Indien am AEG

Kaarst: Besuch aus Indien am AEG
Schwester Lucy (r.) erzählte auf Englisch von ihrer Arbeit. FOTO: salz
Kaarst. Schwester Lucy berichtete Schülern, Eltern und Lehrer übers Projekt Maher.

Seit 2008 unterstützt das Albert-Einstein-Gymnasium (AEG) das Projekt Maher ("Mutters Haus") mit Hauptsitz in der Nähe der indischen Stadt Pune. Jetzt war dessen Gründerin, die katholische Ordensschwester Lucy Kurien, an der Schule zu Gast und berichtete über die Einrichtung.

"Unser verstorbener Kollege Hans-Peter Krull hat damals die Hilfe von Maher angestoßen - wir wollen es als Dauerprojekt weiter unterstützen", erklärte Schulleiter Bruno von Berg, der auch Krulls Tochter Mareike begrüßen konnte. Spenden in Höhe 1500 Euro waren schon überreicht worden - dieselbe Summe konnte Schwester Lucy jetzt noch einmal in Empfang nehmen. Zuvor erzählte sie anschaulich und auf Englisch über ihre Arbeit für Maher, das sie vor 20 Jahren gründete. Unabhängig von jeder Religions- und Kastenzugehörigkeit hilft Maher in erster Linie misshandelten und notleidenden Kindern und Mädchen. Es ermöglicht ihnen neben einer unbeschwerten Kindheit den Schulbesuch - und zwar einen anderen als den einer staatlichen Schule, wo nur auswendig gelernt wird. Auch Neigungsfächer werden gefördert.

In einem Haus leben 20 Kinder in Obhut zweier Hausmütter. Aktuell betreibt Maher 22 Häuser für 850 Kinder. Aber es gibt auch fünf Häuser ausschließlich für Frauen. Sie sind oft Opfer häuslicher Gewalt oder leiden unter Mitgiftstreitigkeiten. Manche Frauen finden als Hausmutter bei Maher eine neue Aufgabe. Inzwischen kümmert sich die Organisation auch um behinderte oder vom Alter gezeichnete Männer, von denen 32 in einem Haus leben. Insgesamt konnte Maher seit 1997 über 5000 Menschen helfen.

Zudem werden Dörfer in der Nähe von Pune durch Selbsthilfegruppen und Brunnenbau unterstützt. Außerdem setzt sich Maher für die Eröffnung von Grundschulen und Kindergärten ein. Für den richtigen Weg der AEG-Spendengelder sorgt Nicola Pawar, eine ehemalige Schülerin, als Ansprechpartnerin vor Ort. Mit ihrer vierköpfigen Familie lebt sie seit 2004 in Indien.

(keld)
 
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