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Kaarst
Bläck Fööss in bester Feierlaune

Kaarst: Bläck Fööss in bester Feierlaune
Die Bläck Fööss in neuer Formation. FOTO: Th. Arendt
Kaarst. Die kölsche Band kommt immer wieder ins AEF, aber dieses Mal brachte sie zwei "Neue" mit.

Es muss 1985 gewesen sein, als die Bläck Fööss zum ersten Mal ihre kölsche Mundart auf die Bretter, die die Welt bedeuten, im Albert-Einstein-Forum gebracht haben. "Seitdem waren wir mindestens 30 Mal hier - und es ist immer noch schön", sagte Ernst "Erry" Josef Stoklosa. Und seitdem hat sich auch viel getan: Erstmals präsentierten sich Mirko Bäumer (48) und Pit Hupperten (42) in der Riege der kölschen Mundart-Musiker - und wurden herzlich von den Fans aufgenommen.

Vor ausverkauftem Haus zeigten die Neulinge an vorderster Front gemeinsam mit den "alten Hasen" ihr Können und begeisterten mit knackigem Sound, gewohnt humorvollen, aber auch nachdenklichen Texten und bester Feierlaune. Schon als die ersten Töne von "Unsere Stammbaum" erklangen, war das Publikum außer Rand und Band, sang jedes Wort mit, klatschte und schunkelte mit den jeweiligen Sitznachbarn.

"Freiheit alaaf" ist ein Stück über den Traum von einer besseren Welt. "In einer Zeit, in der man von Vollidioten umzingelt ist, ist der Text so aktuell wie nie - angereichert mit Zitaten von unserem alten Schulfreund Beethoven, aber auch von Schiller", erklärte Stoklosa. Natürlich sind auch Einflüsse der musikalischen Vorbilder der Bläck Fööss, die Beatles, unverkennbar herauszuhören.

Eine Ode auf das "Kölschglas", jenes schlanke Reagenzglas, und sein Innen- und Gefühlsleben mündete in "Wirtschaft op de Eck", bei dem Mirko Bäumer vom Kleinkrieg in Partnerschaften singt, die eben meistens dort für den Mann enden. Die Geschichte erzählte er in beinahe lupenreinem Hochdeutsch - sehr ungewöhnliche Klänge an einem Abend mit den Bläck Fööss. Doch schnell bewies er, dass er auch Kölsch kann - nicht nur trinken.

Nur allzu gern folgte das Publikum der musikalischen Einladung "Dring noch eene mit", hielt die Leuchtstäbe in die Höhe.

Für die Fans war das Konzert wie ein Familientreffen. Sie konnten sich schlecht von den Musikern trennen, und auch die "Neuen" wurden sofort aufgenommen. Deshalb durften die Bläck Fööss auch zahlreiche Zugaben spielen - viel mehr als sonst.

(vest)
 
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