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Kaarst
Büttgener wollen mehr Aufenthaltsqualität

Kaarst. Verein "Lebendige Nachbarschaften" trägt Vorschläge für die Gestaltung der Ortsmitte zusammen.

Für Manfred Stranz steht fest: "Büttgen ist ein Stadtteil, der langsam stirbt." Der Vorsitzende des Vereins "Lebendige Nachbarschaften" möchte aber genau das verhindern. "Wir müssen der Ortsmitte wieder Leben einhauchen. Mit einem Supermarkt allein ist es da nicht getan", sagt er.

Mit seinen Mitstreitern initiierte Stranz eine Bürgerversammlung, um Ideen und Anregungen zur Verbesserung der Ortsmitte Büttgen zusammenzutragen. "Dabei ging es aber nicht darum, gegen die Politik und die Verwaltung zu arbeiten, sondern die Wünsche der Bürger im Sinne einer Unterstützung der Entscheidungsträger frühzeitig zu formulieren", so Stranz.

Einigkeit habe darin bestanden, dass ein integriertes Handlungskonzept erarbeitet werden müsse, das sich nicht nur auf die Durchgänge zwischen Supermarkt und Rathausplatz beziehe, sondern auch weitere Bereiche der Ortsmitte erfasst. An vier Thementischen - Mobilität, Aufenthaltsqualität, Versorgungsqualität und Quartier - notierten die Teilnehmer auf Karten ihre konkreten Verbesserungwünsche, hoben aber auch positive Aspekte hervor.

Ein ganz wichtiger Aspekt sei für die Teilnehmer der Bürgerversammlung die Verbesserung der Aufenthaltsqualität gewesen. So seien etwa Verweilzone, eine Begrünung des Supermarktes, die Schaffung eines Mehr-Generationen-Spielplatzes und mehr Bänke gewünscht worden.

Darüber hinaus sei die Verbesserung der Gehweg-Situation für Rollatoren und Kinderwagen gefordert worden, berichtet der Vereinsvorsitzende. "Außerdem sollte darauf hingearbeitet werden, weitere Nahversorger wie einen Drogeriemarkt oder ein Reformhaus anzusiedeln und das Gastronomieangebot auszubauen", so Stranz. Die Ergebnisse der Bürgerversammlung will der Verein "Lebendige Nachbarschaften" nun bündeln und in nachfolgenden Workshops diskutierten, erweitern und vertiefen. "Wir möchten die Ergebnisse in ein langfristiges Konzept einbringen, um ein Quartier zu schaffen, in dem es sich zu leben lohnt", so Stranz. Dieses müsse durch Verwaltung und Politik den Förderungsmöglichkeiten des Landes NRW angepasst werden.

Am 16. November, um 18.30 Uhr können sich alle interessierten Bürger in der Evangelischen Kirche, Novesiastraße 2 erneut treffen, um die Vorschläge zu verfeinern und schließlich eine Prioritätenliste zu erstellen.

(dagi)
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