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Kaarst
CDU feiert Wahlkampfauftakt mit Wolfgang Bosbach

Kaarst: CDU feiert Wahlkampfauftakt mit Wolfgang Bosbach
Ganz entspannt in Holzbüttgen (v.l.): Wolfgang Bosbach, CDU-Bürgermeisterkandidatin Ulrike Nienhaus und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. FOTO: L. Berns
Kaarst. Mehr als 300 Gäste stimmten sich auf dem Erdbeerhof Küppers auf die Wahl am 13. September ein.

Er gilt als ein Mann der klaren Worte. Einer, der, wie gestern Abend in Holzbüttgen, Sachen sagt wie: "Das ist jetzt nicht politisch korrekt, aber die Wahrheit - übrigens eine ganz häufige Kombination." Einer, der Zuwanderung nicht infrage stellt, trotzdem aber zugibt: "Mit dem Satz: ,Der Islam gehört zu Deutschland', habe ich meine Probleme - wir haben eine christlich-jüdische Tradition."

Wolfgang Bosbach ist einer, der reden kann und das auch gerne tut - locker, witzig und immer souverän. Der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Bundestagsinnenausschusses ist ein Polit-Profi. Einer, der vor Kritik, auch an der eigenen Partei, nicht zurückschreckt, der gerade deshalb aber als besonders glaubwürdig gilt. Man könnte es auch so sagen: Dieser Mann - locker, entspannt, ohne Krawatte und mit aufgekrempelten Ärmeln - ist der perfekte Ehrengast für einen kommunalen Wahlkampfauftakt. Weil er es trotz allem schafft, CDU-Mitglieder daran zu erinnern, warum sie genau das geworden sind.

Unter dem Titel "Jetzt geht's los - hier trifft sich Kaarst" hat die CDU Kaarst-Büttgen am Freitagabend auf dem Erdbeerhof Küppers in Holzbüttgen ein Sommerfest "für alle" gefeiert und sich gleichzeitig auf den Bürgermeister- und Landratswahlkampf eingestimmt. Bürgermeisterkandidatin Ulrike Nienhaus und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke stellten sich den Fragen des Büttgener Ortsverbandschefs Franjo Rademacher, mehr als 300 Gäste hörten zu.

Die flächendeckende Breitbandverkabelung, kündigte Petrauschke beispielsweise an, werde im Kreis in Zukunft ein Thema sein. Und: "Im Schulbereich setze ich mich weiterhin dafür ein, dass wir Förderschulen behalten." Ulrike Nienhaus versprach, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie als Bürgermeisterin verbessern zu wollen: "Damit Frauen auch weiterkommen, denn sie sind gut ausgebildet - häufig sogar besser als Männer. Deshalb darf es keine gläsernen Decken geben. Frauen müssen sie ihren Weg machen."

(juha)
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