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Kaarst
City soll weihnachtlicher leuchten

Kaarst: City soll weihnachtlicher leuchten
Die große Tanne auf dem Neumarkt und die Bäume entlang des Rathauses sind in der Weihnachtszeit beleuchtet. Es könnte noch ein bisschen festlicher glitzern - sagen die Einzelhändler. FOTO: Anja Tinter
Kaarst. Die Immobilien- und Standortgemeinschaft hat einen Bürgerantrag zur Anschaffung von Weihnachtssternen gestellt. Von Julia Hagenacker

Der Kaarster Neumarkt ist nicht die Champs-Élysées und auch nicht die Düsseldorfer Kö. Trotzdem - dieser Meinung sind die Einzelhändler und im Prinzip auch die Politik - könnte die Innenstadt zur Vorweihnachtszeit (noch) ein bisschen einladender beleuchtet sein. 14 hübsche, glitzernde Weihnachtssterne, die an den Straßenlaternen am Kreisverkehr befestigt werden, wären ein An- und Blickfang, sagt die Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Kaarst-Mitte.

Für die Beratungen zum Haushalt 2016 hat die ISG deshalb zwei Bürgeranträge - zur Anschaffung der Sterne und zur Installation des notwendigen Stromanschlusses - gestellt. Sechs der 14 Leuchtbilder zum Stückpreis von 230 Euro (insgesamt 1380 Euro) würde die ISG selbst übernehmen, um die Finanzierung von acht weiteren (1840 Euro) plus Montage, Anschluss, Demontage und Einlagerung bitten die Einzelhändler jetzt die Stadt. Geschätzte Gesamtkosten für die Kommune: 3380 Euro. Die Politik muss nun bis zur entscheidenden Haushaltssitzung des Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschusses am 10. Dezember entscheiden, wie strikt das ausgegebene Spardiktat umgesetzt wird.

"Die ISG hält es für dringend erforderlich, dass der politische Fokus verstärkt auf Themen gerichtet wird, die die Attraktivität der Kaarster Innenstadt als Wohn- und Einkaufsstadt für Jung und Alt gewährleistet", schreibt Optiker Stefan Schwartz als Vorsitzender der ISG in seinem Antrag. Das Maubiscenter sei vor nunmehr fast 40 Jahren erbaut worden und auch der weitere Innenstadtbereich existiert schon seit fast 20 Jahren. Mit den Bürgeranträgen wolle die ISG eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung anregen und vorhandene Strukturen ergänzen. So sieht das grundsätzlich auch die Politik.

Bereits im September hatte das Fünferbündnis (heute: SPD, Grüne, FDP, FWG Kaarst und UWG) die Verwaltung beauftragt, sich bezüglich einer Ergänzung der Weihnachtsbeleuchtung im und um den Kreisverkehr am Maubishof mit der ISG abzustimmen. Auf einem dieser Gespräche, heißt es, basierten nun die Bürgeranträge. "Insbesondere das Weihnachtsgeschäft ist für die Einzelhändler von besonderer Bedeutung", sagt Grünen-Fraktionschef Christian Gaumitz. Und auch, wenn das Bündnis im Haushalt einen strikten Konsolidierungskurs einschlagen wolle, solle über einen Kompromiss und eine mögliche Sponsoren-Lösung nachgedacht werden. "Die Wirtschaftsförderung", sagt Gaumitz, "hat für solche kleinen, nicht-investiven Maßnahmen ja auch ein gewisses Budget."

Grundsätzlich ähnlich sieht das auch Lars Christoph. Die CDU, sagt der Fraktionsvorsitzende, sei aber noch in der Abstimmung. Die Frage sei, ob das berechtigte Anliegen der Einzelhändler sofort umgesetzt werden muss, oder ob es sinnvoll sei, das geplante Innenstadtentwicklungskonzept abzuwarten.

Fakt ist: Ein Teil der bisher vorhandenen Weihnachtsbeleuchtung wird schon heute durch Sponsoring Kaarster Unternehmen, unter anderem durch die Stadtwerke Kaarst, sichergestellt. Seit Dezember 2013 erstrahlen die Bäume entlang des Rathauses und im Maubiscentrum in neuem Licht. Mit der Unterstützung einiger Partner investierte die ISG damals 5000 Euro in ihr Vorhaben. In acht Buchen hängen seither LED-Lichterketten.

Quelle: NGZ
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