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Kaarst
Ehemaliger SG-Chef kritisiert Pläne des Vereinsvorstands

Kaarst. Zur Berichterstattung über die Pläne der Sportgemeinschaft Kaarst, die Vereinssatzung zu ändern und einen hauptamtlichen haftenden Geschäftsführer einzustellen, um so das Risiko für die Ehrenamtler zu reduzieren, hat sich der ehemalige SG-Vorsitzende Hubert Mieruch zu Wort gemeldet. Er kritisiert die Äußerung des SG-Geschäftsstellenleiters Andreas Warnt, der Seniorensport sei die Zukunft des Vereins. "Da liegt Herr Warnt total daneben", findet Mieruch, "die intensive und kostspielige Kinder- und Jugendarbeit ist die Zukunft eines Sportvereins und der Gesellschaft." Natürlich sei Seniorensport auch wichtig, relativiert Mieruch, aber er sei nicht die Zukunft eines Großvereins wie der SG Kaarst. "Nur mit einem zeitgemäßen und individuellen Sportangebot hält man die wichtigen ,Mid-Agers' im traditionellen Sportverein und kann durch diesen Bereich den teuren Wettkampfsport finanzieren", gibt er zu bedenken und führt als Beispiel die SG Langenfeld an.

In einer überalternden Gesellschaft, in der Individualismus zunehme, werde Mannschaftssport für die Entwicklung junger Menschen immer wichtiger. "Dass der Gesundheitssport für ältere Menschen nicht vernachlässigt werden kann und darf, steht hier außer Frage", stellt Mieruch klar, "aber es zeugt da wohl nicht von ,Zukunft', über eine Einfachturnhalle oder Gymnastikhalle nachzudenken; die ist in vier Monaten errichtet."

Die Organisation in Abteilungen sei traditionell eine Stärke der SG. "Ziel muss sein, den Abteilungen große Verantwortung zu geben und ihnen den Rücken freizuhalten", findet Mieruch, "dazu gehört eine gute funktionierende Verwaltung mit einem hauptamtlichen Verwaltungschef." Der Vorstand mit seinen Abteilungsleitern werde immer in der Verantwortung stehen. "Da hilft auch kein Geschäftsführer."

(susa)
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