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Kaarst
Ein neuer Ort zum Kennenlernen

Kaarst: Ein neuer Ort zum Kennenlernen
Das Café International ist auch in den Herbstferien geöffnet. Die Kosten für Kuchen, alkoholfreie Getränke und Personal trägt der VHS-Förderverein. FOTO: VHS
Kaarst. Im Café International der VHS kommen Flüchtlinge und Deutsche zusammen.

Seit Mitte September gibt es das Café International. Jeden Freitag, von 17 Bis 19 Uhr, wird das Foyer der Volkshochschule Kaarst-Korschenbroich, Am Schulzentrum 18, seither zum Treffpunkt. Eingeladen sind Migranten, Asylanten und Flüchtlinge sowie deutsche Bürger aus Kaarst und Umgebung.

"Angestrebt", sagt Hanno Wilsch vom Förderverein "Aktion Volkshochschule", der das Café mitorganisiert, "sind ungezwungene Begegnungen, wobei gerade die deutschsprachigen und sogenannten einheimischen Besucher mehr die Initiative ergreifen sollen, auf die Migranten zuzugehen, sie anzusprechen und zu versuchen, je nach sprachlichen Kenntnissen und Fähigkeiten, sich irgendwie verständlich zu machen." Ziel, sagt Wilsch, soll es sein, ein Gefühl der Vertrautheit zu schaffen und zwischen den Migranten und den Kaarstern Vertrauen aufzubauen. "Wenn sich dann noch Möglichkeiten auftun, dem einen oder anderen von diesen Menschen speziell zu helfen, wäre schon eine Menge erreicht", so Wilsch.

Dreimal hat das Café International schon stattgefunden - mit großem Erfolgt, wie der Mitorganisator berichtet. "Alle Tische waren mit Gruppen, bestehend aus Migranten und Deutschen, besetzt", sagt er. "Die Unterhaltung lief durchweg angeregt - auf Deutsch, Englisch, Französisch, in den verschiedenen Landessprachen der Migranten und mit Händen und Füßen. Die Stimmung war entspannt und man konnte an den Gesichtern Dankbarkeit erkennen."

Langfristig soll das Café International zu einem Teil der Willkommenskultur in Kaarst werden. "Es geht darum, Zuwanderern weiterhin die Gelegenheit zu bieten, mit den Kaarster Bürgern in Kontakt zu kommen", sagt Hanno Wilsch. "Daher ist es auch wichtig, dass man sich als Kaarster einmal in der Woche für zwei Stunden die Zeit nimmt, um zu zeigen, dass Migranten und Flüchtlinge hier willkommen sind."

Quelle: NGZ
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