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Kaarst
Entwürfe für Neubaugebiet Karlsforster Straße vorgestellt

Kaarst. Heimo Schmidt von der Karlsforster Straße hatte rund 500 Unterschriften gesammelt gegen die Bebauung "An der Alten Landwehr". Er gehörte zu den knapp 100 Menschen, die jetzt an der Bürgerversammlung teilnahmen und sich die vier Planungsvarianten vorstellen ließen. Diese waren im Rahmen eines Ideenwettbewerbs eingereicht worden. Was auf den ersten Blick erstaunte: Die Unterschiede sind nicht so extrem groß. Ein Beispiel: Alle Büros schlagen für die Bebauung mit Mehrfamilienhäusern drei Vollgeschosse plus Staffelgeschoss vor.

Für die Technische Beigeordnete Sigrid Burkhart ist nachvollziehbar, dass bei dem Wettbewerb "nichts Wildes" herausgekommen ist: "Wir haben etliche Vorgaben gemacht und damit ein recht enges Korsett geschnürt." Beispielsweise sollten nicht mehr als 150 Wohneinheiten geplant werden. Die Mehrfamilienhäuser wurden durchweg im östlichen Teil des Plangebiets vorgesehen, im Anschluss an die achtstöckige vorhandene Bebauung an der Roseggerstraße - mal bis an die Karlsforster Straße, bei anderen Entwürfen nur bis zur Hälfte des Baugebiets. Wohnhöfe oder konventionelle Anordnung der Häuser waren weitere Unterscheidungsmerkmale - ebenso wie die Zahl der Stellplätze im öffentlichen Raum: Sie variiert zwischen 42 und 122.

Viele Bürger interessierte weniger die künftige Bebauung als die Verkehrssituation: Die Karlsforster Straße ist bereits jetzt in Teilen eine Art Nadelöhr. "Erst die Straße ausbauen und dann die zusätzlichen Wohneinheiten errichten", forderte ein Bürger. Das Gebäude für ein Cohousing-Projekt hatte ein Büro an der Ecke Karlsforster Straße/ An der Alten Landwehr platziert. Andere Büros hatten als Alternative eine Wohnbebauung an der Alten Landwehr bis etwa zu den Häusern des Stichweges der Karlsforster Straße vorgeschlagen. Heimo Schmidt war mit der Präsentation, die von Beate Kowollik moderiert wurde, zufrieden. Er und seine Mitstreiter hoffen, dass die Alte Landwehr nicht bebaut, sondern zu einer "Grünen Lunge" umfunktioniert wird. Gestern tagte das Preisgericht. Im Planungsverfahren werden die Bürger noch zwei Mal Gelegenheit haben, ihre Wünsche einzubringen.

(barni)
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