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Kaarst
Erneut Baumfällungen an der L 154

Kaarst. Im vergangenen Jahr gab es richtig Ärger. Im Januar 2014 hatte der Landesbetrieb Straßen NRW an der Umgehungsstraße L 154 am westlichen Ortsrand von Büttgen mit aufwendigen Gehölzpflegearbeiten begonnen, ohne vorab die Öffentlichkeit zu informieren. Anwohner fühlten sich übergangen und beklagten den plötzlich fehlenden Sicht- und Lärmschutz. Daraufhin schaltete sich auch die Lokalpolitik ein. 30 bis 40 Jahre alte Bäume wurden damals auf der östlichen, dicht bepflanzten Böschungsseite gefällt, weil sie nicht mehr standsicher waren. Ziel, hieß es seinerzeit vom Landesbetrieb, sei es auch, das Grün und die Böschung dauerhaft zu erhalten. Jetzt gibt es erneut Fällarbeiten, diesmal auf der westlichen Böschungsseite.

"Diese mit der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises abgestimmten Arbeiten werden im Gegensatz zu den Arbeiten in 2014 nach der Methode der selektiven Bestandespflege durchgeführt", erklärt Frank Eilermann von Straßen NRW. Das heißt: Stabile Bäume bleiben stehen. "Zu stark dürfen diese freigestellten Bäume allerdings auch nicht sein, damit die Sicherung der Böschung nicht gefährdet ist", so der Experte. Die Baumwurzeln könnten bei geschütteten Böden den Baukörper schädigen.

Um die Sicherung der Böschung will sich der Landesbetrieb deshalb unmittelbar im nächsten Frühjahr kümmern - unter anderem durch eine "üppige Naturverjüngung". "Während der Arbeiten und vor dem nächsten Laubaustrieb wird die westliche Seite zwangsläufig einen tristen Anblick bieten", sagt Eilermann. "Allerdings werden in den folgenden Jahren insbesondere die Vögel in dem neuen Bewuchs einen attraktiveren Lebensraum finden, als es bislang der Fall ist."

(juha)
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