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Kaarst
Experte rät: AEG bald sanieren

Kaarst. Architekt stellt im Bauausschuss eine Bestandsanalyse des Gebäudes vor.

Hohe Unfallgefahr in der Sporthalle durch vorstehende Sportgeräte und fehlenden Prallschutz; lückenhafte Dämmung der Fassadenelemente; unhygienische Wasserleitungen; starke Abnutzung der Materialien - es ist kein gutes Zeugnis, das Architekt Thomas Belha da dem Gebäude des Albert-Einstein-Gymnasiums ausstellt. Sein Büro war mit einer Bestandsanalyse des Komplexes Am Schulzentrum beauftragt worden. Die Ergebnisse stellte er nun den Mitgliedern des Bauausschusses vor. Sein Fazit: Es besteht Handlungsbedarf - an einigen Stellen kurzfristig.

Das sieht die Technische Beigeordnete Sigrid Burkhart offenbar ähnlich. Die Stadt hatte das Gebäude aus dem Jahr 1969 bereits früher genauer unter die Lupe genommen und dabei einen Sanierungsbedarf etwa an der Lichtfassade der schuleigenen Turnhalle festgestellt. Doch damals wurde der Antrag auf öffentliche Fördermittel abgelehnt, weil "keine Konzeptkulisse" existierte. Das könnte diesmal anders sein, denn die Stadt Kaarst erarbeitet derzeit ein Integriertes Entwicklungs- und Handlungskonzept (IEHK) für die Innenstadt. "Das Albert-Einstein-Gymnasium liegt im Bereich, für den dieses Konzept entwickelt wird", erklärte Burkhart auf die Nachfrage, warum das AEG anderen Schulen mit ebenfalls vorhandenem Sanierungsbedarf zeitlich vorgezogen werde. Im Zusammenhang mit dem IEHK werde ein Maßnahmenkatalog mit Angabe von Kosten erforderlich, auf deren Grundlage dann im kommenden Jahr Fördermittel beantragt werden könnten. Mit deren Freigabe rechnet Burkhart bereits für 2018.

Als Schulleiter weiß Bruno von Berg natürlich um die "Problemzonen" des Schulgebäudes. "Wir warten sehnsüchtig darauf, dass die Stadt etwas tut", sagt der Gymnasialdirektor und weist auf Risse in Betonbauteilen hin - in seinen Augen "ein energetisches Desaster". Vor den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des AEG seien die Flure neu gestrichen worden, "aber das ist nur Kosmetik". Von Berg hofft, dass Vertreter der Schule auch zu den geplanten IEHK-Workshops geladen werden. Von Berg: "Ich finde es sinnvoll und richtig, die einzelnen Maßnahmen in ein Gesamtkonzept einzubinden statt nur Stückwerk zu betreiben."

(susa)
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