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Kaarst/Korschenbroich
Täter im Fall Daniel D. steht im März wieder vor Gericht

Chronik: Der Fall Daniel D.
Chronik: Der Fall Daniel D.
Kaarst/Korschenbroich. Der Mann, der im Dezember 2013 seinen Cousin an der K37 in Büttgen erschlagen hat, muss sich erneut vor Gericht verantworten. Es geht unter anderem um die falschen Universitäts-Leistungsnachweise, die sich der Mann ergaunert haben soll. 

Für Hilde und Klaus D., die Eltern des getöteten Daniel D., ist das ein wichtiger Termin: Am 17. März (9 Uhr, Landgericht Wuppertal, Saal L147) steht ihr Neffe – der Täter – erneut vor Gericht. Wegen Anstiftung zur Falschbeurkundung im Amt hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den vom Landgericht Düsseldorf bereits rechtskräftig wegen Totschlags zu zehn Jahren Haft verurteilten 29-Jährigen erhoben. Hinter dem Anstiftungsvorwurf steckt nicht nur eine dreiste Studienlüge, sondern möglicherweise auch das nach wie vor nicht geklärte Tötungsmotiv. Davon jedenfalls sind Hilde und Klaus D. fest überzeugt.

Bevor er seinen Cousin am Abend des 11. Dezember 2013 am Rande der K37 bei Büttgen erschlug, war der Angeklagte als Lehramtsstudent an der Uni Wuppertal eingeschrieben. Dort soll der Korschenbroicher eine intime Beziehung zu einer Dozentin gehabt haben. Weil Leistungsnachweise zur Zulassung zum ersten Staatsexamen gefehlt haben sollen, soll er die Lehrbeauftragte dazu gebracht haben, ihm im September und Oktober 2012 falsche Leistungs- und Teilnahmebescheinigungen für Lehrveranstaltungen und Seminare auszustellen. Diese, sagt die Staatsanwaltschaft Wuppertal, soll die Dozentin dann an das zuständige Landesprüfungsamt übersandt haben. Der Angeklagte soll vorgehabt haben, sich auf diesem Weg seine Zulassung zum Examen zu erschleichen.

Fall Daniel D.: das Urteil FOTO: dpa, mbk cul
(juha)
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