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Kaarst
"Flughafenausbau ist hinfällig"

Kaarst. Die Insolvenz der Fluglinie Air Berlin - für den Verein "Kaarster gegen Fluglärm" (KagF) ist klar: "Der Ausbau des Düsseldorfer Flughafens ist damit hinfällig."

Der KagF-Vorsitzende Werner Kindsmüller erläutert: "Mit dem Ausscheiden von Air Berlin wird jeder dritte Flug in Düsseldorf entfallen." Auch bei einer Übernahme etwa durch die Lufthansa, würden nicht alle Starts-und Landegenehmigungen - die sogenannten Slots - von Air Berlin benötigt.

"Laut Flugplan gibt es etwa in den Morgenstunden rund alle zehn Minuten Flüge nach Berlin, auch von Lufthansa und Air Berlin. Da wird Lufthansa sicher keine zwei Maschinen starten lassen, sondern die Chance nutzen, Überkapazitäten abzubauen und die Flugzeuge besser auszulasten."

Ihr Slots könnten die Fluggesellschaften zwar untereinander tauschen, aber nicht an andere verkaufen. "Eine EU-Verordnung aus dem Jahr 1993 schreibt vor, dass die Fluggesellschaft ihre Rechte verliert, wenn sie nicht mindestens 80 Prozent verwendet", erläutert Kindsmüller. Da der Flughafen von einer Erhöhung der Starts- und Landungen um rund 15 Prozent spricht, sei das mit dem Wegfall der Air Berlin Flüge ausgeglichen.

Die Kaarster Fluglärm-Gegner wollen sich nun erneut an das NRW-Verkehrministerium wenden. "Es soll prüfen, ob die Grundlagen für die beantragte Kapazitätserweiterung noch gegeben sind", so Kindsmüller. Der neue Verkehrsminister solle die Air-Berlin-Insolvenz nutzen, um ein Luftverkehrskonzept zu erarbeiten, in dem die Tendenz der zur Konzentration in Düsseldorf und Köln/Bonn durch ein polyzentrisches Konzept ersetzt wird.

(dagi)
 
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