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Kaarst
Fluglärmgegner sammeln rund 6200 Unterschriften

Kaarst. Die Initiative "Kaarster gegen Fluglärm" ist übers Ziel hinausgeschossen - und kann das als großen Erfolg betrachten: 5500 Unterschriften wollte die Gruppe unter ihrem Vorsitzenden Werner Kindsmüller gegen die Pläne des Düsseldorfer Flughafens, die Flugbewegungen auszudehnen, sammeln. Rund 6200 Einwendungen sind es geworden, verkündete Kindsmüller in einer Mitteilung: "Dazu kommen 1184 Einwendungen aus der Neusser Nordstadt und aus Neuss-Grefrath, die vom Kaarster Verein unterstützt worden sind." In einer Videobotschaft, die bei der Abschlussveranstaltung des Kaarster Nachtbummels aufgenommen worden ist und an Minister Groschek geschickt wird, fordert der Verein den Minister auf: "Respektieren Sie das klare Bürgervotum, das auch in den eindeutigen Beschlüssen der Räte zum Ausdruck kommt!" Zur stolzen Trophäe wurde da eine Kunststoffbox, in der die Listen lagerten. Mit dabei waren auch die Mitstreiter aus Neuss, Meerbusch und Mönchengladbach. Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus erinnerte daran, dass der Rat sich einstimmig gegen die Pläne des Flughafens ausgesprochen habe.

Die Fluglärmgegner in den verschiedenen Kommunen sind überhaupt zufrieden mit der Resonanz auf ihre Aktionen: Fast 40.000 Unterschriften seien zusammengekommen, erklärt der Vorsitzende der Meerbuscher Initiative, Christoph Lange. Auf 30.000 hatte man gehofft, dass diese Zahl nun übertroffen werde, sei "ein an Deutlichkeit nicht zu übertreffendes Signal an die Landesregierung, dass zehn Städte und ihre Bewohner auch zu mehr bereit sind, wenn nicht endlich Vernunft einkehrt", schreibt er. Die Einwendungen werden an die Bezirksregierung geschickt.

(hbm/barni)
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