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Kaarst
Geld für Schützen und Büchereien

Kaarst. Der Kulturausschuss hat bislang gesperrte Zuschüsse für 2016 freigegeben.

Die Zuschüsse im Kulturbereich kommen wie alle freiwilligen Leistungen auf den Prüfstand. Jetzt wurden aber erstmal die Haushaltsansätze für 2016 vom Kulturausschuss entsperrt. Und einen "Kahlschlag" soll es auch künftig nicht geben. Ein Beispiel sind die Zuschüsse für die öffentlichen Volksbüchereien in der Trägerschaft der evangelischen und der katholischen Kirche. "Wir sollten an die Kirchen herantreten und nachfragen, ob sie die Büchereien nicht noch mehr unterstützen könnten", regte Claudia Köppe (Die Grünen) an. Anneli Palmen (SPD) warnte eindringlich vor zu großem Spareifer: "Wir gewähren für alle sechs Büchereien zusammen einen jährlichen Zuschuss von insgesamt 25.000 Euro - dafür würden uns andere Gemeinden beneiden." Die Büchereien seien "auf der Höhe der Zeit und erfreuen sich reger Nachfrage". Es müsse verhindert werden, dass ein zu ehrgeiziger Sparwille zu einer Schließung führt. Ulrich Orlinski (CDU) stimmte mit Anneli Palmen überein: "Wir können froh sein, dass es so viele Büchereien mit so vielen Ehrenamtlern gibt, zumal die Kirchen einiges an Geld in diese Projekte stecken." Dieses Engagement verdiene Wertschätzung.

Ohne Diskussion wurde die Freigabe der Zuschüsse für die Schützenbruderschaften beschlossen - kein Wunder, handelt es sich doch um einen durchlaufenden Posten: Die Stadt überweist den Schützen die Standgelder, die auf den Kirmesplätzen erzielt wurden. Da es solche Einnahmen in Driesch nicht gibt, geben die anderen Bruderschaften von ihrem Zuschuss-Kuchen etwas ab. Außerdem kann das Kammerorchester Kaarst mit 800 Euro Zuschuss rechnen, auch die Zuschüsse für die Martinsvereine wurden entsperrt.

Rolf-Peter Weyers (UWG) stieß eine Diskussion an, ob es Sinn mache, eine Kunsthistorikerin für die Beratung zu bezahlen, wenn es um den Ankauf von Kunstwerken durch die Stadt geht. Die Diskussion - es ging um 300 Euro - war schnell beendet. "Wir sollten dabei bleiben", erklärte Anneli Palmen, und Helmi Groß (CDU) gab zu verstehen, dass die Beratung "sehr sinnvoll" sei. Auch Hanno Wilsch (FDP) lobte die Arbeit der Kunstexpertin, weiß ihren Rat zu schätzen und möchte nicht darauf verzichten.

(barni)
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