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Kaarst
Geschichten aus dem Kulturrucksack

Kaarst: Geschichten aus dem Kulturrucksack
Clownin Antoschka hatte die Teilnehmer ihres Workshops mitgebracht und verzauberte die Menschen auf und vor der Bühne. FOTO: Anja Tinter
Kaarst. Bei der großen Abschlusspräsentation in der Realschule zeigten die Kinder, was sie erarbeitet hatten. Von Vera Straub-Roeben

Sie haben geprobt, sich kreativ ausgetobt, gelacht, waren nervös und stolz: die Kinder zwischen zehn und 14 Jahren, die in diesem Jahr an Workshops des Kulturrucksacks NRW teilgenommen haben. Und weil mit 35 Kursen mit jeweils mindestens zehn Kindern in Kaarst, Korschenbroich und Meerbusch viele vielfältige Ergebnisse präsentiert werden wollten, gab es sogar zwei Veranstaltungen: So wurden zum einen beim Sommerfest der VHS die Ergebnisse der Workshops gezeigt, die kein Bühnenprogramm hervorgebracht haben, und zum zweiten hieß es "Bühne frei" für Clownerie, Musical, Gesang, Tanz und Theater in der Realschule Halestraße.

Los ging es mit Antoschka, dem russischen Staatsclown. In ihrem "Klunni-Theater" in Korschenbroich hatte ein dreitägiger Zirkus- und Clownworkshop stattgefunden. Die Kinder hatten dabei die Gelegenheit, alle Seiten der Zirkusmanege kennenzulernen und vielleicht unentdeckte in sich Talente zu finden. Auf der Bühne zeigte zunächst Antoschka ihr Können, bevor sie die Kinder auf die Bühne holte - "wahre Schauspieler" -, die Mimik und Gesten präsentierten.

Kontrastprogramm bot die Musikschule Mark Koll, die mit den Teilnehmern "Dynamite - Das Musical" umgesetzt hatte. Es erzählt die Geschichte des gleichnamigen Jugendclubs, der eine beliebte Anlaufstelle für die Jugendlichen der Stadt ist. Als bekannt wird, dass er vor dem finanziellen Aus steht, ist klar: Der Club muss gerettet werden. Mit einer findigen Idee und der Unterstützung eines alten Musiklehrers kämpfen die Jugendlichen um ihren Treffpunkt. Mutig sangen die Workshop-Teilnehmer ins Mikrofon, wagten sogar einstudierte Choreographien dazu - und erhielten zu Recht viel Applaus für ihre Leistung. Ebenso wie die Jugendlichen, die unter der Leitung von Ken Schulze im Bebop den Song "Keine Maschine" von Tim Bendzko mithilfe von Leinwand, Fotografie, Holz und Modellierpaste in sichtbare Kunstwerke transferiert und somit die einzelnen Textpassagen erlebbar gemacht haben. Die akustische Ergänzung boten zwei weitere Workshops: Die Musikschule Mark Koll hat mit einem Band-Workshop und die "Junge Sinfonie Kaarst" mit einem Orchester-Workshop den musikalischen Part dieser Darbietung übernommen und den Song klassisch, jazzig, rockig und poppig neu interpretiert.

Zu guter Letzt bot die Theatergruppe Meerbusch unter der Leitung von Silke Mey und Elvira Thiele ihr persönlich gehaltenes Theaterstück "Als ich einmal glücklich war ...". Darin erzählen die Darsteller ihre eigenen Geschichten und berührten damit das Publikum.

Quelle: NGZ
 
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