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Kaarst
Heiner Geißler referiert über Martin Luther

Kaarst. Von seiner Großmutter hörte der damals noch junge Heiner Geißler zum ersten Mal etwas von Martin Luther. Nun, mit 86 Jahren, hat er ein Buch über den Kirchenreformer geschrieben und stellt es in der VHS-Reihe "Dialog Zukunft" am kommenden Dienstag (4. April) um 20 Uhr in der Rathausgalerie vor. Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus wird den Abend eröffnen. Der Eintritt kostet zehn Euro.

Das Buch mit dem Titel "Was müsste Luther heute sagen?" diente ihm selbst dazu, einen Mann kennenzulernen, der die Welt verändert hat. Der Satz, "Jeder intelligente Katholik ist im Innern auch immer ein Protestant", kennzeichnet dabei seine Haltung.

Heiner Geißler, der 25 Jahre lang Mitglied des Deutschen Bundestages war, zudem Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit in Bonn und von 1977 bis 1989 Generalsekretär der CDU, entdeckt Luther als einen der ganz Großen der Geschichte - nicht nur im Guten, sondern auch im Schlechten. Der Herausforderer des Papsttums, der große Reformator - mit einer falschen Lehre? War Luther ein Pazifist oder ein Opportunist? Woher seine Polemik, ja sogar sein Hass auf Bauern, Wiedertäufer und Juden? Heiner Geißler schildert in der Kaarster Rathausgalerie, wie Luther mit seiner Lehre Teile der katholischen Theologie zerstörte. Er zeigt, was in beiden Kirchen noch geschehen muss, wenn das Reformationsjubiläum 2017 nicht misslingen soll. Und er stellt die Frage: Wie weit darf die Uneinsichtigkeit von Theologen und Kirchenführern noch gehen, mit der die Spaltung der Kirchen aufrechterhalten wird?

Quelle: NGZ
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