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Kaarst
Hunde sterben in brennender Wohnung

Kaarst. Die Feuerwehr ist in der Nacht zu Sonntag zu einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus an der Martinusstraße ausgerückt. Eine Frau wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Zwei Hunde konnten nicht mehr gerettet werden. Von Andreas Buchbauer

Bei einem Wohnungsbrand an der Martinusstraße sind in der Nacht zu Sonntag zwei Hunde ums Leben gekommen. Die Hundehalterin, die in der betroffenen Wohnung lebt, wurde laut Angaben der Feuerwehr wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht. Sie hatte sich nach Ausbruch des Feuers in Sicherheit bringen können. Für ihre beiden Hunde, die sich offenbar in einem anderen Raum befunden hatten, kam jedoch jede Hilfe zu spät. Sie hatten keine Chance gegen die Flammen. "Da war leider kein Rankommen", erklärte Feuerwehr-Einsatzleiter Christoph Johnen gestern auf Anfrage unserer Redaktion.

Brand in Kaarster Mehrfamilienhaus FOTO: Patrick Schüller

Der Notruf war um 1.35 Uhr bei der Leitstelle eingegangen. Der Brand war in einer Wohnung in der zweiten Etage eines dreigeschossigen Mehrfamilienhauses mit acht Parteien ausgebrochen. Die Löschzüge Kaarst und Büttgen rückten mit 33 Einsatzkräften aus, hinzu kamen zwei Rettungswagen und die Polizei. Als Feuerwehr und Polizei am Einsatzort eintrafen, drang bereits dichter Rauch aus der Wohnung. Die Polizei räumte das Gebäude. Schnell war zumindest klar, dass keine Menschenleben in Gefahr waren. Die Hunde befanden sich allerdings noch in der Wohnung - und der Einsatz gestaltete sich laut Feuerwehr schwierig.

Im Innern des Hauses versuchten vier Trupps mit Atemschutz, die Tiere zu retten und die Flammen zu löschen. "In der Wohnung bestand allerdings eine hohe Brandlast", sagt Christoph Johnen. Gemeint ist damit die Menge an brennbarem Material. Da der Innenangriff der Feuerwehr allein nicht reichte, wurde zusätzlich ein Außenangriff mittels C-Rohr vorgenommen. Dadurch konnte auch ein Übergreifen der Flammen auf das dritte Obergeschoss verhindert werden. Inklusive Entrauchung, Brandwache und Nachlöscharbeiten dauerte der Einsatz bis 8.30 Uhr. "Bis auf eine Familie konnten alle Bewohner des Hauses für die Nacht bei Bekannten oder Verwandten untergebracht werden", sagt Johnen.

Aus der brennenden Wohnung drang dichter Rauch nach draußen. FOTO: Patrick Schüller

Doch nicht alle Bewohner konnten nach dem Brand wieder in das Haus zurück. Neben der Wohnung, in der das Feuer ausbrach, wurde die Wohnung im Geschoss darüber vorsorglich nicht freigeben, ehe ein Statiker diese überprüft.

Die Brandursache ist bislang unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Diese dauern an. Das teilte ein Sprecher der Polizei gestern auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Quelle: NGZ
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