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Kaarst
Im Frühjahr rollt der Verkehr auf der K37n

Kaarst: Im Frühjahr rollt der Verkehr auf der K37n
Noch sind die Bauarbeiten in vollem Gange. Schon bald soll die Straße ins Gewerbegebiet aber befahrbar sein. FOTO: ati
Kaarst. Im Straßenbauausschuss des Rhein-Kreises zogen die Experten positive Bilanz. Im April soll die neue Straße fertig sein.

Noch regieren Bagger und Matsch, doch im Frühjahr soll es tatsächlich soweit sein: Die ersten Autos sollen über die neue Kreisstraße zum Gewerbegebiet Kaarster Kreuz und dem neuen Ikea-Haus rollen. "Der Bau kommt gut voran", lautete die Bilanz, die Dezernent Bijan Djir-Sarai und Tiefbauamtsleiter Arnd Ludwig im Nahverkehrs- und Straßenbauausschuss des Rhein-Kreises Neuss zogen.

Sofern das Wetter es zulässt, soll die genau 1,22 Kilometer lange Straße im April 2017 für den Verkehr frei gegeben werden, heißt es im Sachstandsbericht. Das wäre dann ziemlich genau 24 Monate nach dem ersten Spatenstich im Mai vergangenen Jahres. Trotz des Wechsels der Baufirmen für die sogenannte "Ohrenbrücke" - das ursprüngliche Unternehmen war im Sommer 2015 in finanzielle Schwierigkeiten geraten und hatte die Arbeiten einstellen müssen - würde der Zeitplan für den Straßen- und den Brückenbau eingehalten.

Im August waren für die Brücke über Neersener Straße und Regiobahn insgesamt 16 Fertigbauteile mit einer Länge von bis zu 25 Metern verbaut worden. Zwei Kräne hatten die riesigen Betonteile eingebracht. Ganz fertig ist die Brücke zwar auch jetzt noch nicht. Die Experten gehen aber davon aus, dass das Projekt nun noch einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen erfordern wird. Voraussichtlich Ende des Jahres soll die "Ikea-Brücke" bis auf einige kleinere Restarbeiten fertig gestellt sein. "Daran anschließend sollen zwischen Mitte Januar und Ende März 2017 der Umbau des Knotenpunkts Gümpgesbrücke/ L 390/ Regiobahn/ K 37n, die Errichtung sowie die Inbetriebnahme der noch ausstehenden Ampeln und die umfangreichen Markierungs- und Beschilderungsarbeiten erfolgen", berichteten die Fachleute der Kreisverwaltung im Ausschuss.

Das 15-Millionen-Euro-Projekt war durch eine öffentlich-private Partnerschaft möglich geworden. Zwei Millionen Euro hat der Erwerb der Grundstücke gekostet. Die Baukosten für Straße und Brücke schlagen mit 13 Millionen Euro zu Buche. Der Rhein-Kreis Neuss finanziert als Baulastträger neun Millionen Euro davon, die Stadt Kaarst und das Möbelhaus Ikea beteiligen sich mit jeweils drei Millionen Euro an dem Projekt.

Im Dezember 2012 wurde der entsprechende Bebauungsplan als planungsrechtliche Grundlage für die K 37n offengelegt. Der Vertrag für den Bau der Erschließungsstraße wurde nötig, weil sich das Land im Jahr 2013 aus der Finanzierung zurückgezogen hat. Ab Juni 2013 erfolgten die Abstimmungsgespräche mit der Regiobahn, dem Nordkanalverband, Straßen NRW, dem Landschaftsverband Rheinland sowie verschiedenen Dezernaten der Bezirksregierung Düsseldorf. Im Dezember 2013 schlossen der Rhein-Kreis Neuss, die Stadt Kaarst und die Firma Ikea ihre Finanzierungsvereinbarung. Anfang 2015 hatten die ersten Arbeiten begonnen.

DAGMAR FISCHBACH

Quelle: NGZ
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