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Kaarst
Immobilientag zeigt angespannte Lage in Kaarst

Kaarst. Viele Interessenten kamen zum Immobilientag ins Rathaus. Die Angebote sind rarer geworden und teurer.

Der Wohnungsmarkt in Kaarst ist angespannt - das spiegelte die 9. Immobilienbörse gestern in der Rathausgalerie wider. Die Zahl der Besucher war deutlich höher als in den vergangenen Jahren, die der Immobilienangebote dafür geringer. Und die Preise waren ganz schön gepfeffert - zumindest, wenn das traute Heim unbedingt im Raum Düsseldorf/Neuss stehen soll.

Elias Rayani, Immobilienfachmann mit Büros in Kaarst, Vorst und Düsseldorf, strahlte: "Ich habe einen wahnsinnigen Zulauf dieses Jahr." Leider sei die Nachfrage größer als das Angebot. Wer sucht was? "Jüngere Leute wollen ein Einfamilienhaus, die Älteren wünschen sich barrierefreies Wohnen." Diese Klientel bedient auch Peter Busch aus Neuss. Mitarbeiterin Linda Lenzen wurden die Exposés für zwei Mehrfamilienhäuser mit zusammen zehn Eigentumswohnungen förmlich aus den Händen gerissen. Die eleganten weißen Immobilien im Bauhausstil mit Aufzug und weiteren Annehmlichkeiten werden auf dem Gelände der ehemaligen Grundschule an der Römerstraße errichtet. Interessenten müssen aber ganz schön tief in die Tasche greifen bei einem Quadratmeterpreis von rund 3.400 Euro.

Nadine Ammari von der GWB in Kaarst hat bereits gut die Hälfte der geplanten Wohnungen in der Vorster Ortsmitte verkauft. Ein Preisbeispiel: 93 Quadratmeter sind für 262.000 Euro zu haben. Erkan Dindar von der LBS in Neuss ist auch für Kaarst zuständig. "Der Markt ist hier leergefegt", sagt der Immobilienkaufmann. Ein freistehendes Einfamilienhaus in Strümp, neun Jahre alt, soll 650.000 Euro kosten. Wer sich vorstellen kann, im Duisburger Süden zu leben, bekommt für 180.000 Euro eine 83 Quadratmeter große recht luxuriöse Neubauwohnung - in Kaarst müsste er dafür knapp 100.000 Euro mehr bezahlen. "Ich bekomme aber regelmäßig neue Angebote rein", erklärte Dindar den vielen Interessenten.

Kornelia Schröder aus Düsseldorf empfahl sich als Home-Staging-Spezialistin. Sie bereitet Häuser auf und stattet sie während der Verkaufsphase mit ansprechendem modernen Mobiliar aus: "Der Interessent bekommt so eine bessere Vorstellung von dem Objekt", erklärte sie.

Gregor Breitmar von der Verbraucherzentrale führte viele Gespräche bezüglich möglicher Energieeinsparung. Welche Zuschüsse gibt es, welche Maßnahmen sind sinnvoll? Im Willicher Gründerzentrum und im Technischen Rathaus in Lank bietet er regelmäßig Beratungen an - 30 Minuten kosten bescheidene fünf Euro. "Für 20 Euro gibt es eine Stromsparberatung vor Ort - sie ist auch für Mieter interessant", erklärte Breitmar. Die Stadt Kaarst stellte ihre neue interaktive Bebauungsplanübersicht vor (ausführlicher Bericht folgt). Was Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus wichtig ist: "Wer möchte, kann sich nach wie vor persönlich im Technischen Rathaus informieren lassen."

(barni)
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