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Kaarst
Innenstadt bekommt ein neues Gesicht

Kaarst: Innenstadt bekommt ein neues Gesicht
Auch rund um das Maubiszentrum - dessen Innnenhof umgestaltet werden soll - soll die Kaarster Innenstadt aufgehübscht werden. FOTO: Ati
Kaarst. Das Integrierte Entwicklungs- und Handlungskonzept der Stadt: Hinter dem sperrigen Begriff verbirgt sich der Plan, aus der Kaarster City attraktiver zu machen, einen Ort zum Flanieren, Verweilen, Wohlfühlen und Einkaufen zu schaffen. Von Rudolf Barnholt

Das Thema "Integriertes Entwicklungs- und Handlungskonzept" war bis jetzt immer etwas sehr Abstraktes, wenig Greifbares. Im letzten Planungsausschuss wurde es erstmals etwas konkreter: Da rangen die Mitglieder um eine Prioritätenliste. Die Umsetzung des Konzeptes wird nicht zuletzt aufgrund der schlechten Haushaltslage viele Jahre dauern. Gut möglich auch, dass sich die Prioritäten verschieben, beispielsweise wenn sich herausstellt, dass bestimmte Vorhaben zwar gewünscht, aber nicht umsetzbar sind.

Es wurden insgesamt fünf Entwicklungsziele formuliert. So soll die Kaarster Innenstadt ein Ort zum Flanieren, Verweilen und Wohlfühlen werden, aber auch ein attraktiver und bedarfsgerechter Einkaufsstandort. Zukunftsfähige Mobilität ist ein weiteres Ziel, ebenso wünscht man sich, dass die Stadtmitte ein Kristallisationspunkt für ein aktives Bildungs-, Vereins- und Sportwesen werden soll - und ein Ort mit wertvollen Grün- und Freiflächen. Marco Eissing vom Büro "plan lokal" hält es für wichtig, dass die Innenstadt mit vereinten Kräften attraktiviert wird. Hohe Priorität hat für ihn ein Ideenwettbewerb zur Überplanung des Bereichs Am Dreieck/Alte Heerstraße und eine Umgestaltung des Innenhofs des Maubiszentrums.

Dem konnte der Ausschuss mehrheitlich folgen. Die CDU setzte sich mit ihrem Antrag durch, die Weiterführung der Grünen Achse von Priorität B auf A hochzustufen. Mit denkbar knapper Mehrheit wurde dies auch den Bereich zwischen Pfarrkirche St. Martinus und Altem Rathaus beschlossen.

"Die Innenstadt hat oberste Priorität, das Alte Rathaus gehört nicht dazu", sagte Anne Thiele (SPD). Die Einrichtung von Verfügungsfonds ist unheimlich wichtig", erklärte die Technische Beigeordnete Sigrid Burkhart und die Ausschussmitglieder teilten diese Auffassung. Lars Christoph sprach sich für einen Neubau der Grundschule Stakerseite aus und gegen eine Sanierung des maroden und unansehnlichen Schulgebäudes. Eine weitere Kindertagesstätte sollte dort jedoch nicht geplant werden. Für diese Vorschläge gab es eine große Mehrheit.

Die Technische Beigeordnete Sigrid Burkhart berichtete von einem ersten Treffen mit Vertretern der Bezirksregierung in Kaarst am vergangenen Montag: "Ich muss leider ein wenig Wasser in den Wein gießen: Eine bauliche Qualifizierung oder der Neubau der Grundschule Stakerseite wird nach Aussage der Vertreter der Bezirksregierung nicht förderfähig sein." Was dagegen sehr stark förderfähig ist, ist die Ertüchtigung des öffentlichen Raums. Der Hintergedanke: Wenn die Stadt einen Anstoß gibt, investieren auch die privaten Immobilieneigentümer. Die Förderquote werde jedes Jahr neu festgesetzt - im vergangenen Jahr waren es noch 60 Prozent, die Förderquote beträgt aktuell 50 Prozent. Für jede Maßnahme, die die Stadt beantragt, müsse eine Gegenfinanzierung nachgewiesen werden. Das Projekt könne auf maximal zehn Jahre gestreckt werden.

Quelle: NGZ
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