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Kaarst
Junge Kaarster lassen die Drumsticks fliegen

Kaarst. Philipp Barth und Adrian Benten fahren im Juni zum Bundeswettbewerb "Jugend musiziert"

Philipp Barth und Adrian Benten haben es geschafft: Sie haben beide einen ersten Platz in der Kategorie Drumset (Pop) beim Landeswettbewerb "Jugend musiziert" in Münster belegt und eine Weiterleitungsempfehlung für den Bundeswettbewerb bekommen. Erst seit 2011 kann man mit dem Schlagzeug auf Bundesebene antreten. Außerdem werden die Kategorien mit Schlagzeugbeteiligung nur in einem Rhythmus von drei Jahren ausgetragen.

Philipp Barth besucht die siebte Klasse der Internationalen Schule am Rhein (ISR) in Neuss. Der 13-Jährige ist in Moskau geboren, dort arbeitete sein Vater für eine Düsseldorfer Firma. 2009 zog die Familie nach Kaarst. Schon früh habe er angefangen Schlagzeug zu spielen, erzählt er. "Alles begann damit, dass mein Patenonkel mir zur Taufe ein kleines Schlagzeug geschenkt hat." Später kaufte ihm sein Vater ein Anfängerschlagzeug. "Mit drei habe ich schon zu Hause nach DVDs von Genesis und Queen gespielt", sagt er. Mit fünf Jahren bekam er Unterricht an einer Musikschule in Moskau. Seit zwei Jahren besucht er die ISR. Dort hat er Schlagzeugunterricht bei der Musikschule Musicbox Oxana aus Meerbusch. Beim Regionalwettbewerb in Viersen konnte er trotz einer Magen-Darm-Grippe einen ersten Platz belegen. Beim Landeswettbewerb in Münster lief bei seinem Auftritt nicht alles rund. "Ich war extrem nervös", erzählt er. Und dann sei auch noch beim ersten Song eines der Becken abgefallen. Trotzdem konnte er die Jury von sich überzeugen. "Ich bin gespannt wie es beim Bundeswettbewerb laufen wird," erklärt er.

Auch Adrian Benten hat mit dem Schlagzeugspielen schon früh angefangen. "Als ich klein war, habe ich die Kochtöpfe aus den Schränken geholt und darauf rumgetrommelt", erzählt der 16-Jährige. Zu seinem fünften Geburtstag habe er ein Schlagzeug bekommen, seit er sieben Jahre alt ist, hat er Schlagzeugunterricht. Adrian besucht die elfte Klasse des Marie-Curie-Gymnasiums in Neuss. Seit Anfang vergangenen Jahres bekommt er Schlagzeugunterricht an der Musikschule in Mönchengladbach, vorher war er an der Musikschule in Kaarst. "Es macht mir viel Spaß zu spielen und es ist schön, dadurch solche Erfolge erzielen zu können", sagt er. Auch ein eigenes Schlagzeug habe er bei sich zu Hause auf dem Dachboden stehen, erzählt er. "Die Nachbarn haben sich dran gewöhnt", sagte er und lacht. Nicht umsonst habe er sein improvisiertes Solo beim Landeswettbewerb "Neighbours Nightmare" - Nachbars Alptraum - genannt. Noch sei er von seinem tollen Ergebnis beim Landeswettbewerb aufgedreht und freue sich. Trotzdem bereitet er sich schon auf den Bundeswettbewerb vor. "Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht am Schlagzeug sitze und Stellen aus meinen Stücken übe. Ich stecke mit dem Kopf schon wieder in den Noten." Der Bundeswettbewerb wird vom 1. bis 8. Juni in Paderborn stattfinden.

(tosch)
 
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