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Kaarst
Kaarster Künstler zeigen ihr Können

Kaarst: Kaarster Künstler zeigen ihr Können
Theodor Janisch (v.l.), Birgitt Verbeek,Petra Groh,Bettina Post,Ursula Ringes-Schages und Gerlind Engelkirchen beim Ausstellungsaufbau. FOTO: Georg Salzburg
Kaarst. Seit Freitag ist die 41. Herbstausstellung in der Städtischen Galerie im Rathaus Büttgen eröffnet. Von Rudolf Barnholt

Sie ist so etwas wie die Königin aller Kaarster Ausstellungen: die Herbstausstellung Kaarster Künstler. Die 41. Ausgabe ist seit gestern in der Städtischen Galerie im Rathaus Büttgen eröffnet. 28 Kunstschaffende, die sich bereits "Kaarster Künstler" nennen durften, hatten sich beworben, darüber hinaus reichten elf Neubewerber eine kleine Auswahl ihrer Werke ein. Zu sehen sind jetzt 49 Werke von 27 Künstlern.

Was auf den ersten Blick auffällt: Es ist keine "laute" Ausstellung, die Exponate sind im Durchschnitt kleinformatiger geworden, keine Arbeit drängt sich dem Auge des Betrachters vorlaut auf. Bei der Hängung hat wieder der Kaarster Theodor Janisch geholfen - der Mann, den der 2010 verstorbene Werner Schmalenbach einst zum Leiter der Kunstsammlungs-Verwaltung erkoren hatte.

Vom Schützenkönig zum Kaarster Künstler - nach der dritten jurierten Ausstellung könnte sich Thomas Weiers das jetzt auf die Visitenkarte schreiben. Er ist mit Schwarzweißfotos vertreten, zeigt unter anderem die Gehry-Bauten in Düsseldorf. Sabine Eich, eine weitere Neubewerberin, hat abstrakte Aquarelle im Gepäck und auch Trudi Sommer-Knuppertz - sie präsentiert sehr markante Porträts - hat jetzt ihre dritte jurierte Ausstellung geschafft und darf sich fortan "Kaarster Künstlerin" nennen.

Zum "frischen Blut" gesellen sich zahlreiche etablierte Kaarster Künstler: So ist Walter Urbach mit zwei Mohnimpressionen in für ihn eher untypischen Farbkombinationen zu sehen. Klaus Schuwerack "malte" auf Packpapier eine Partitur. Gerlind Engelskirchen fotografierte sich von einer Plakatwand ablösende Schichten - aus der Distanz scheint es sich um eine abstrakte Landschaft zu handeln. Mit interessanten quadratischen Fotos ist außerdem Antonia Dombrowski vertreten. Hans-Walter Gerresheims Metallskulpturen aus Fundstücken haben etwas Kriegerisch-Wehrhaftes. Petra Groh zeigt aktuell kleinformatige Collagen, Hauptbildträger ist handgeschöpftes Büttenpapier. Die Motive erinnern an Geräte aus einem Labor. Klaus Büschgens Aquarelle erzählen kleine Geschichten - die Schar der Gänse, die ihrem Herdentrieb folgen, werden zu Protagonisten eines "Wandertages".

Karla Tänzer zeigt einen Jungen, der auf einer Reisetasche liegt, die Socken stark verschlissen - es wird ein Flüchtlingsjunge sein. Fidele Frauen als Aquarelle mit zeichnerischen Elementen kommen von Heike Plohs, Erika Jörgenshaus lässt den "Röhrenden Hirschen" mit einer jungen Frau flirten. Ursula Ringes-Schages hat ihre abstrakten Arbeiten mit bis zu 20 Farbschichten aufgebaut, Susanne Gallmann zeigt ihre "Lichtblicke" - ungegenständliche, vielschichtige Malerei voller Wärme gegen die kalte Jahreszeit. Bei den abstrakten Bildkompositionen von Ute Kreutzer-Danstedt überwiegt die Farbe Weiß. Birgitt Verbeek setzt sich auf ihrem XXL-Bild mit dem Element "Wasser" auseinander, sie verwendet unter anderem Pigmente und Sande.

Die Ausstellung ist bis zum 10. Januar geöffnet.

Quelle: NGZ
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