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Kaarst
Kabarettist Schröder liefert eine tolle Vorstellung ab

Kaarst. Florian Schroeder ist mit seinen 38 Jahren immer noch so etwas wie der "Junge Wilde" des überwiegend politischen Kabaretts. Im ausverkauften Albert-Einstein-Forum lieferte er eine super Performance ab. Der studierte Germanist mit der ebenso schnellen wie spitzen Zunge diagnostizierte: "Deutschland ist nach der Bundestagswahl im Ausnahmezustand." Und er gestand, dass das für einen Mann seiner Zunft ein großes Geschenk sei.

Schroeder ist ein bekennender Roter und spricht wie ein Heizdeckenverkäufer auf einer Butterfahrt. Seine Worte verstärkt er hin und wieder mit den passenden Bildern, die auf einer Leinwand zu sehen sind. Seine Empfehlung, nachdem bei der Bundestagswahl "jeder achte Wähler sein Haken-Kreuz bei der AfD gemacht hat": eine Koalition von CDU und AfD. Merkel brauche drei Wochen, um die Rechten in Grund und Boden zu regieren. Gauland höre sich rein von der Stimme her so an, als lebe Heinz Sielmann in ihm weiter. Florian Schroeder hört ihn in seiner Fantasie schon schwärmen von den "possierlichen AfD-Tierchen im Deutschen Bundestag". Dass sich Deutschland im "Ausnahmezustand" befindet, hat für ihn auch mit dem Einzug der FDP in den Bundestag zu tun. Auferstanden aus Ruinen, empfiehlt der Kabarettist, es sich nicht mit den Apothekern zu verscherzen: "Das wäre für eine Partei mit Nahtoderfahrung nicht gut." Eine mögliche Jamaika-Koalition bringt er wie folgt auf den Punkt: "Zwei konservative Parteien - und die CDU."

(barni)
 
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