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Kaarst
Karate trainieren im Verein Sandokan

Kaarst: Karate trainieren im Verein Sandokan
Benjamin, Diether und ihr Vater Dieter Haas (v. l.), die die asiatischen Kampfkünste bereits in Jüchen und Korschenbroich vermitteln. Jetzt kommen sie mit ihrer Karateschule "Sandokan" auch nach Kaarst. FOTO: Lothar Berns
Kaarst. Die Tanzschule Dance4Art beherbergt jetzt einen Kampfsportverein. Neben Karate können Mitglieder sich auch in Disziplinen wie Capoeira, Parkour und Kickboxen üben. Bei einem Tag der offenen Tür stellte sich der Verein vor. Von Hannah Nehrig

Viele neugierige Gesichter kamen jetzt zum Tag der offenen Tür des Karatevereins Sandokan in die Tanzschule Dance4Art in Kaarst. Der 1978 von Shihan Didi Haas gegründete eigenständige Verein ist bereits in Jüchen und Korschenbroich aktiv. Nun kommt Kaarst als weiterer Standort hinzu.

"Um uns in Kaarst vorzustellen, haben wir den Tag der offenen Tür organisiert, wo wir alle Sportarten im Halbstundentakt präsentiert und ein erstes Ausprobieren ermöglicht haben", sagt Vereinsvorsitzender Haas. Das vielfältige Programm des Vereins reicht von Karate über Parkour und Capoeira bis hin zu Tai-Chi, Quigong und Kickboxen. "Mit einigen Schülern zeigten die Trainer die Schwerpunkte der einzelnen Disziplinen, und alle Interessierten konnten danach selbst schon die ersten Erfahrungen sammeln," sagt Haas, der selbst Karatetrainer im Verein ist.

Seine beiden Söhne brachten in den vergangenen Jahren die moderneren Sportarten wie Parkour und Capoeira in den Verein Sandokan, was vor allem Jugendliche anspricht. "Hier ist es ein sehr lockeres Training, man lernt akrobatische Elemente und bewegt sich viel. Beim Karate-Training geht es da etwas disziplinierter zu," sagt Haas, der traditionelles Karatetraining unterrichtet. "Vor allem in der momentanen Situation ist Selbstverteidigung ein großes Thema. Dies wird vor allem beim Karate trainiert, daher kommen viele Frauen und Mädchen zu unseren Kursen."n Überhaupt hat der Verein einen großen Anteil weiblicher Mitglieder. "Es geht bei uns mehr um die Kampfkunst als den sportlichen Charakter. Wir nehmen an keinen Wettkämpfen teil."

Diese Kampfkunst konnten die Besucher beim Tag der offenen Tür am eigenen Körper erfahren, sich aber auch beim Taiko-Trommeln ausprobieren. "Die aus Japan stammende Trommelkunst war dort lange für Frauen verboten. Hier spricht es vor allem die Frauen an", sagt der Cheftrainer. Die Auftrittsgruppe des Vereins führte zunächst etwas auf den Trommeln vor, bevor die Besucher selbst auf das Fell schlagen durften. "Das war für viele eine ganz neue Erfahrung," so Haas.

Karate, Kickboxen, Tai-Chi und Quigong sowie Taiko werden ab sofort in Kaarst stattfinden. Eventuell kommt auch Samba und Parkour hinzu, das muss jedoch noch mit den Raummöglichkeiten abgestimmt werden. "Neugierige sind immer willkommen", sagt Haas. "Wir haben auch keine Aufnahmegebühren oder Vertragsbindungen wie die meisten Fitnessstudios." Den ganzen Februar besteht die Möglichkeit, kostenlos am Training teilzunehmen und in die Angebote reinzuschnuppern.

Quelle: NGZ
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