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Kaarst
Klamauk und Grenzüberschreitung

Kaarst. Ingo Appelt erklärte dem Publikum im AEF höchst amüsant die Welt.

"Besser....ist besser": Auch wenn das Programm von Ingo Appelt schon seit geraumer Zeit so heißt, hält er es doch immer auf dem neuesten Stand. Das wissen seine Fans und darum war das Albert-Einstein-Forum wieder ausverkauft. Es geht um den Mann daheim, aber auch um die große Politik - und um sehr viel Klamauk und immer wieder um kleine Grenzüberschreitungen. Diese Kombination macht den Kauf einer Eintrittskarte zu einer guten Investition - das sollte diesmal nicht anders sein.

Niemand würde behaupten wollen, Ingo Appelt wäre ein politischer Kabarettist. Aber er macht sich so seine Gedanken um die Republik und was dabei herauskommt, das ist typisch für ihn. Die Unlust von FDP und SPD, Regierungsverantwortung zu übernehmen, bringt er mit folgender Metapher auf den Punkt: "Regieren in Deutschland ist wie Sex in der Ehe - man muss sich dazu zwingen." Martin Schulz habe "den Messias rückwärts gemacht": Erst von 100 Prozent gewählt, dann bei der Bundestagswahl gestorben und anschließend vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier ans Kreuz genagelt. "Es ist so, als ob man ihn zum Angeln einlädt - nur leider als Wurm", amüsierte sich Appelt.

"Wer ist Nazi, Hand hoch": Appelt stellt auch ungewöhnliche Fragen. Überhaupt kommt er gern mit Besuchern ins Gespräch - kein Wunder, ist er doch völlig angstfrei und enorm schlagfertig. Als ein Besucher verrät, dass er aus den neuen Bundesländern stammt, hakt Appelt forsch nach: "Warum haben Sie sich denn gerade nicht gemeldet, als ich fragte, wer Nazi sei?"

Von der großen Politik wechselte er zu kleinen Kleidungsstücken, von ihm Hoffnungsklamotten genannt: Das sind die, von denen man glaubt, dass sie eines Tages wieder passen würden. Ingo Appelt hat für alles eine - höchst amüsante - Erklärung: Warum wollte Donald Trump Angela Merkel nicht die Hand geben? "Weil er eigentlich den Führer erwartet hatte. Und auch der Diesel-Skandal bei VW hat einen ganz bestimmten Grund: "Er ist ein Signal an potenzielle Flüchtlinge: Bleibt zu Hause, in Deutschland stimmen die Abgaswerte nicht."

(barni)
 
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