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Kaarst
"Klangmalerei für alle Sinne" im Kunstcafé Einblick

Kaarst. Im Kunstcafé Einblick goss die Gruppe emanufactur einen frischen Klangreigen über den Besuchern aus. Bei der spannenden musikalischen Darbietung kam auch das Malen nicht zu kurz.

Gefühlt ist es schon Sommer, der Lenz aber trotzdem noch da. Das Kunstcafé Einblick nutzte das aus und lud am vergangenen Sonntag zur musikalisch-künstlerischen Abendveranstaltung "Frühlingswerkstatt" ein. "Die Klangmalerei für alle Sinne" setzte das Trio emanufactur gemeinsam mit Kira Färfers und Necati Özen um, die zur Musik den Pinsel über die Leinwände gleiten ließen. Gut 50 Personen kamen in den hellen Gastraum und hörten sich bei Kaffee, Schorle und Kuchen in gemütlichem Ambiente das kleine Konzert an.

Kunstpädagogin Brigitte Albrecht hatte vor zwölf Jahren das gemeinnützige und ehrenamtliche Projekt Café Einblick ins Leben gerufen, das schon lange kein Projekt mehr ist, sondern mittlerweile seinen angestammten Platz in der Stadt Kaarst hat. Die Kunstpädagogin etablierte damals ein integratives Café, das heute acht Menschen mit einer geistigen Behinderung einen Arbeitsplatz in Festanstellung ermöglicht.

Die Kaarster Bürger finden das klasse, und jedem, der zum ersten Mal von dem Café hört, muss es ähnlich ergehen. Ein tolles Beispiel für die Inklusion oder - wem dieser Begriff zu kalt erscheint - für ein Konzept, welches Menschen mit und ohne Handicap an einem künstlerisch gestalteten Ort zusammenbringt.

Brigitte Albrecht, die den Abend gemeinsam mit Ulrike Brinkmann geplant und organisiert hatte, informierte die Besucher bei der Begrüßung über die neue Veranstaltungsreihe, die dem "Experimentieren mit Klängen und Farben" Raum gibt. Sichtlich gut gelaunt, übergab sie an die Band "emanufactur", die schon durch das vorangestellte "E" im Namen deutlich macht, welche Klänge man zu erwarten hat: hauptsächlich elektronische. Die aus Düsseldorf stammende Rike Casper brachte das Trio zusammen. Sie holte Mark Koll, den Leiter der Kaarster Musikschule, und den musikalisch begabten Globetrotter Simon Tressin mit ins Boot. Casper lieferte am Synthesizer ihre komponierten, elektronischen Instrumentals, welche Koll mit dem Keyboard und Tessin vorwiegend per Schlagwerk und mit anderen exotischen Instrumenten begleiteten. Dadurch entstand ein waberndes Klangkunstwerk, dessen raumgreifender Sound mal abebbte und dann wieder anstieg. Da für das leibliche Wohl gesorgt war, wurde es für die Gäste in der wörtlichen Bedeutung ein Abend für alle Sinne.

(PhSc)
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