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Kaarst
Klassiker Stadtranderholung bei Kindern und Eltern stark gefragt

Kaarst. Die erste Woche der Stadtranderholung, des Klassikers auf dem Gelände des Georg-Büchner-Gymnasiums, ist so gut wie vorbei: 160 Kinder haben abwechslungsreiche und interessante Tage hinter sich. Heute sind die Eltern eingeladen, sich einen Eindruck von der Ferienfreizeit zu verschaffen. Und wer möchte, kann die Nacht auf Sonntag im Zelt mit anderen verbringen.

"Ich bin beim Völkerball aufs Knie gefallen": Joana kühlt sich das leicht lädierte Knie und ist schnell wieder fit. Die Zehnjährige hat noch viel vor. Die Ausflüge in den Vorster Wald hätten ihr am besten gefallen, sagt sie. Yannick Schilling gehört zu den vielseitig einsetzbaren Ehrenamtlern. Der 21-jährige Lehramtsstudent ist der Sohn von Stadtjugendpfleger Ralf Schilling. Da der zurzeit krank ist, hat Martina Bläser das Kommando übernommen. Der kleine John ist nicht so ganz zufrieden mit dem Führerschein, den sie ihm für seine Fahrkünste mit dem Dreirad ausgestellt hat: Mal fehlte der Stempel, dann die Unterschrift und später das Foto. Am Tisch nebenan basteln Ehrenamtler und Kinder Medaillen für diejenigen, die sich an der Olympiade beteiligt haben. Eine Erfahrung, die Martina Bläser vom Jugendamt jetzt gemacht hat: "Die Begeisterung für Fußball ist noch größer geworden im Vergleich zu den Vorjahren."

Der 16-jährige Cornelius Schützeichel ist der Betreuer der "Spüli-Gruppe". Ob es ihm Spaß mache, hier einen Teil der Ferien zu verbringen? "Sonst wäre ich nicht zum vierten Mal dabei", antwortet der Schüler, der sich ehrenamtlich engagiert. "Er hat ja auch ganz tolle "Spülis", gibt Claire Jones (14) zu verstehen und meint damit auch sich selbst. Die Stimmung ist gut. Die Frühstücksbrötchen kommen von der Kaarster Bäckerei Esser - Christian Esser (33) steht frühmorgens wie immer in der Backstube und macht anschließend als Betreuer mit: "Ich bin jetzt zum 19. Mal dabei." Ihr Großvater Heinz Farwer lebt in Kaarst, deshalb sind auch zwei Jungs aus Rotterdam mit von der Partie: Tobias (12) und Florian (9) fühlen sich wohl in ihrer Gruppe. Martin Bläser weiß, dass viele Eltern ihre Kids in die Obhut des Stadtranderholungsteams geben, weil sie sie dort gut aufgehoben wissen, während sie arbeiten - kein Wunder, dass alle Plätze vergeben sind.

(barni)
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