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Kaarst
Konzept für Grillplatz am Vorster Wald

Kaarst: Konzept für Grillplatz am Vorster Wald
Ähnlich wie beim Grillplatz am Jröne Meerke können sich JU und JuLis vorstellen, dass auch in Vorst ein Schild mit Kontakt-Telefonnummern der Paten aufgestellt wird. Grill, Tisch und Bänke sollen aus Massiv-Beton und Stahl bestehen. FOTO: lber
Kaarst. Die Junge Union und die Jungen Liberalen haben gemeinsam einen Plan zur Realisierung einer öffentlichen Grillstelle auf dem alten Klärwerksgelände erarbeitet. Heute wird er dem Jugendhilfeausschuss vorgestellt. Von Julia Hagenacker

Seit mehr als 30 Jahren wird diskutiert, ob und wo Kaarst einen öffentlichen Grillplatz braucht. Die Junge Union (JU) möchte einen solchen am liebsten auf dem alten Klärwerksgelände am Vorster Wald realisieren. Und: Auch die Jungen Liberalen (JuLis) finden die Idee ziemlich gut. Vom Jugendhilfeausschuss haben beide Jugendorganisationen im Mai den Auftrag bekommen, bis zur heute stattfindenden nächsten Sitzung gemeinsam ein Konzept zu erarbeiten.

Das sieht nun folgende Punkte vor: Sinn Aus Sicht von JU und JuLis liegt der Sinn und Zweck eines öffentlichen Grillplatzes vor allem darin, bei gutem Wetter ohne vorherige Absprache mit der Stadt oder anderen Betreibern spontan ein paar Würtchen auf den Rost schmeißen zu können. Das, heißt es, sei zum jetzigen Zeitpunkt leider an keinem einzigen Ort in der Stadt möglich. Standort Die Frage des Standortes ist besonders umstritten.

Die Politik hat sich vor rund 15 Jahren nämlich schon einmal für die Anlage eines Grillplatzes am Vorster Wald entschieden, bei der - wie JU-Chef Sven Ladeck betont - allerdings nur ein "Gartengrill aus dem Baumarkt" zum Einsatz kam. Das Ergebnis war wenig zufriedenstellend. Die Grillvorrichtung wurde von wenig pflichtbewussten Nutzern unter Müll begraben und gewaltsam zerlegt. Diese schlechte Erfahrung, sagt das Fünferbündnis, sei es, die die Fraktionen diesmal mit Skepsis an das Thema herangehen lasse.

Mit der Verabschiedung des Haushalts 2014 wurde die Finanzierung des Projekts "Grillplatz" (4500 Euro) zunächst mit einem Sperrvermerk versehen. Im vergangenen Jahr wurden die Mittel ins Haushaltsjahr 2015 übertragen. JU und JuLis werfen jetzt unter anderem die gute Anbindung an die Regiobahn und Erreichbarkeit mit dem Auto oder Fahrrad in die Waagschale. Parkplätze, heißt es, seien vorhanden. Ebenso befindet sich unmittelbar in der Nähe ein großer Supermarkt.

Die geforderte "soziale" Kontrolle, sagt JuLi-Vorsitzender Jan Günther, sei durch das benachbarte Unternehmen Schnittgut, den Bauhof, der über die Bauverwaltung zugesagt habe, unterstützend tätig zu werden, die Kita am Wald, das Sportlerheim Vorst, viele Jogger, Spaziergänger, Radfahrer und die angrenzende Schule gewährleistet. Toilettenanlage Keine Toilettenanlage - kein Grillplatz? Sven Ladeck hält das für ein Totschlagsargument.

Immerhin, sagt er, gebe es ausreichend Beispiele aus den Nachbarkommunen wie zum Beispiel den Grillplatz am Jröne Meerke in Neuss, an denen auch keine Toilettenanlagen vorhanden seien. Brandgefahr Zur Bewältigung einer Brandgefahr, heißt es im "JU-JuLis-Konzept", soll ein Sandsilo direkt neben dem Grill errichtet werden. Eine Schließanlage in Form einer "Kuppel oder Haube" könnte bei erhöhter Waldbrandgefahr ein Grillen an dieser Stelle unmöglich machen.

Verantwortlichkeit Die Jungendorganisationen können sich vorstellen, dass sich ein langfristiges Projekt gemeinsam mit dem Georg-Büchner Gymnasium und den Sportfreunden Vorst entwickelt. Außerdem, heißt es, bestehe Bereitschaft, eine Patenschaft und "Verwaltung" des Grillplatzes zu übernehmen. Zielgruppe für die Grillnutzung seien nicht nur Jugendliche, sondern alle Bürger.

Quelle: NGZ
 
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