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Kaarst
Koreanische Künstler im Rathaus

Kaarst. In der Rathaus-Galerie sind Malerei, Objekte und Installationen zu sehen.

Eun kyung Park lebt seit 20 Jahren in Kaarst. Zusammen mit vier Studenten der Kunstakademie Düsseldorf, die ebenfalls aus Korea stammen, zeigt die 56-jährige Künstlerin eine Auswahl ihrer Werke in der Kaarster Rathaus-Galerie.

Eun kyung Park lässt ihre Bilder sprechen. Erst aus geringer Entfernung identifiziert man das Flirrende als Buchstaben. Auf jedem Bild steht eine Farbe im Vordergrund. Das Buchstaben-Gewimmel wird durch Balken im Zentrum des Bildes ein wenig gebändigt - die Künstlerin möchte damit auch ein Gefühl von Harmonie vermittelt.

Ihre Landsmännin Ji hyung Song studiert in Düsseldorf Freie Kunst. Es geht bei ihren Objekten und Installationen, die das Herzstück der Ausstellung bilden, um das Thema "Altrusimus", das die 27-Jährige aus unterschiedlichen Aspekten beleuchtet. "You can sleep" heißt ein Holzhäuschen auf Rädern, das mit Filz gegen Kälte isoliert und eigentlich für Obdachlose gedacht ist. Ein Kleidercontainer - die Vorderseite ist verglast - soll Besucher der Ausstellung animieren, sich spontan von einem Kleidungsstück zu trennen. Einige haben sich schon von zum Teil recht kostbaren Stücken getrennt: Die Künstlerin präsentiert unter anderem ein Schweizer Taschenmesser und eine kleine Aigner-Tasche, ein Utensil mit ideellem Wert, gehörte es doch der verstorbenen Mutter der Spenderin.

Da hye Son (28) zeigt Bilder, die überraschen. In sehr reduzierter Malweise mit Menschen, Räumen und Elementen, die das Auge stören, weil sie dort eigentlich nicht hingehören. Da ist zum Beispiel das Bild mit den drei Bauarbeitern. In diesem Bild gibt es ein weiteres kleineres Bild, die Motive erinnern als wuchernde Polypen.

Jae won Kim (30) ist der einzige Mann und steuert zwei ungewöhnliche Objekte bei. Er zeigt Modelle eines Beckenbereichs und eines Armes mit ausgeprägter Muskulatur, die Hand ist zur Faust geballt. Die Objekte bestehen aus Styropor und Kunststoff, können als Ergebnis einer augenzwinkernden Auseinandersetzung mit dem Körperkult gesehen werden. Kyoung hyun Min zeigt Bilder im Bild, mehrschichtige Werke zum Teil auf Plexiglas, auf denen die Natur dominiert. Knallige Farben und geometrische Formen, wohldosiert, wirken als Kontrast.

Die Ausstellung ist bis 2. Juni (mo- fr, 9 bis 12 und von 14 bis 18 Uhr, sa von 9 bis 12 Uhr) geöffnet.

(barni)
 
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