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Kaarst
Kunst schafft Licht, Raum und Bewegung

Kaarst. Bis zum 14. November stellen Christof Knapp und Anne Kolvenbach in der Galerie Splettstößer aus.

Ein neues Gesicht in der Galerie Splettstößer: In der aktuellen Ausstellung gibt Christof Knapp aus Gummersbach sein Debut in Kaarst. Anne Kolvenbach stellt nicht zum ersten Mal aus, die Neusserin zeigt aber neue Arbeiten. "Lumière, espace, mouvement" (Licht, Raum, Bewegung) heißt die Ausstellung, die am 14. November mit einem Künstlergespräch endet.

Christof Knapp hat in Siegen Kunst und Französisch studiert, er unterrichtet an einem Gymnasium in Wiehl. Als freier Künstler ist Holz sein bevorzugtes Material, genauer gesagt Nutzholz wie MDF-Platten. Die Hartfaserplatten bearbeitet der 42-Jährige in einem heftigen Prozess unter Einsatz von Geräten wie Fräsen und einer Kreissäge. Er behandelt die Platten, bis sie wie Plastiken wirken. Erwähnenswert ist, dass jeweils zwei Platten zusammengefügt wurden, zwischen ihnen befindet sich ein Hohlraum. Durchbrüche wirken aus der Distanz wie Pinselstriche. Durch die intensive Bearbeitung entstehen Verletzungen des Holzes, die an Strömungen erinnern, aber auch an Hochhäuser.

Ältere Arbeiten zeigen, dass Christof Knapp nicht immer solche Strukturen geschaffen hat. Eine kleinere Serie von Arbeiten besteht aus Pfeilformen in Signalrot. Kleine Wandskulpturen aus Holz, in ein schwarzes Tuschebad getaucht, erinnern an Alltagsgegenstände wie einen PC-Bildschirm oder ein Telefon.

Anne Kolvenbach (69) studierte an der Kunstakademie. In ihren neuesten Arbeiten geht es der Malerin um das Phänomen "Zeit". Die gestische Pinselführung geschieht aus einer Bewegung der Hand heraus. Immer wieder fallen Formen auf, die geometrische Elemente beinhalten, aber auch Anteile von organischen Formen aufweisen. Anne Kolvenbach hat diese Formen zunächst ausgeschnitten und auf das Bild geklebt. Später hat sie sie dann abgenommen und war neugierig, wie der Zufall bei der Bildgestaltung mitgewirkt hat. Diese Formen bringt die Künstlerin miteinander in Beziehung, Verwischungen symbolisieren, wie schnell die Zeit vergeht. Kolvenbach arbeitet gezielt mit mehreren Bildebenen. Zu den malerischen kommen oft auch zeichnerische Elemente hinzu. Alles dient dazu, die Dynamik der Zeit sichtbar zu machen.

(barni)
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