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Kaarst
Lachen über Ängste und Musik-Slapstick

Kaarst: Lachen über Ängste und Musik-Slapstick
Steht zu seinen Ängsten: Frank Fischer nimmt unterhaltsam Phobien aufs Korn. FOTO: A. Stehle
Kaarst. Fans hochkarätigen Kabaretts und qualitätsvoller Comedy steht in Kaarst ein prall gefülltes Wochenende bevor. Im Albert-Einstein-Forum geben sich ab heute die Künstler wieder einmal die Klinke in die Hand. Von Susanne Niemöhlmann

Lachen kann heilsam sein. Das ist heute Abend im Albert-Einstein-Forum zu erleben. Mit seinem Programm "Angst und andere Hasen" verfolgt Frank Fischer einen quasi therapeutischen Ansatz, wenn er sich auf witzige und unterhaltsame Weise mit - richtig - Ängsten auseinandersetzt. Schließlich gibt es mehr als 600 anerkannte Phobien. Aus dieser Fülle schöpft Fischer, selbst stolzer Besitzer verschiedener Ängste und bekennender Hypochonder, reichlich und zeigt, dass in dem Thema mehr Komik steckt als mancher vermutet. So bezeichnet beispielsweise Hippopotamomonstrosesquipedaliophobie die Furcht vor langen Wörtern. Aber: Bange machen gilt nicht.

Da stimmt etwas nicht: Wenn Tenor Stenzel und Mister Kivits morgen Abend die Bühne des Einstein-Forums betreten, mögen Frack und Fliege sitzen, und auch die ersten Töne beweisen, dass zwei Könner der klassischen Musik auf den Brettern stehen. Doch dem Blick dieses Pianisten wohnt von Anfang an ein gewisser Wahnsinn inne, und so wird schnell klar, dass die Herren weit mehr wollen als klassische Musik und beliebte Opernarien vorzutragen. Aus leichten Verwirrungen wachsen humoristische Höhepunkte mit einem tanzenden Notenständer und einem eigentlich unmöglichen Duett mit Caruso. Stenzel und Kivits agieren mitunter anarchisch und immer rasant. Sie nehmen die Welt der Oper auf die Schippe und verblüffen mit außergewöhnlichen Instrumenten.

Steht seit 30 Jahren auf der Bühne, am Sonntag in Kaarst: Rüdiger Hoffmann FOTO: wka

"Das Gegenteil von gut ist gut gemeint", sagte schon Kurt Tucholsky. Das hält Rüdiger Hoffmann nicht davon ab, sein Programm "Ich hab's doch nur gut gemeint!" zu nennen. Der TV-bekannte Comedian mit dem legendären ostwestfälischen Temperament, der jede Pointe mit der nötigen emotionalen Selbstbeherrschung entzündet, widmet sich nach 30 Jahren auf der Bühne noch intensiver seinen Mitmenschen - mit herrlich absurden Alltagsdramen. Der Meister der Nuancen, der so hintersinnig-intelligent gucken kann, gewinnt jeder Katastrophe etwas Gutes ab: sei es der Gesundheits-App oder der Trauerrede. Zu erleben am Sonntag, 13. März.

Die weibliche Note steuert am kommenden Donnerstag, 17. März, Mirja Boes bei: Die quirlige Komikerin gastiert mit ihrem Programm "Das Leben ist kein Ponyschlecken" im Einstein-Forum. Zwei Stunden feinste Comedy - aber diesmal mit einem besonderen Bonus: Denn gemeinsam mit Frank Ramond hat sie ein ganzes Album aufgenommen - 14 Songs "Comedy-Pop". Easy Listening, Reggae und Big-Band-Sound - Mirja macht, worauf sie Lust hat. Und bringt es dann auf die Bühne. Begleitet von einer kompletten Profiband.

Quelle: NGZ
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