| 00.00 Uhr

Kaarst
Mäßige Begeisterung fürs Duo "Onkel Fisch"

Kaarst: Mäßige Begeisterung fürs Duo "Onkel Fisch"
Das Duo "Onkle Fisch" trat im Albert-Einstein-Forum auf. FOTO: jumo
Kaarst. Adrian Engels und Markus Riedinger stellten im AEF ihr neues Programm "Lobbythek" vor.

Hinter "Onkel Fisch" verbergen sich die Multitalente Adrian Engels und Markus Riedinger. In Kaarst stellten sie jetzt ihr neuestes Programm "Lobbythek" vor. Was spätestens nach der Pause offensichtlich wurde: Das Thema "Lobbyismus" ist für ein zweistündiges Programm nicht tragend. Deshalb kam Langeweile auf, obwohl die beiden Akteure so wirkten, als hätten sie vergessen, ihr Ritalin einzunehmen.

Die Tatsache, dass Interessenvertreter von Unternehmen versuchen, auf die Politik Einfluss zu nehmen, ist kein Aufreger. Kein Wunder, dass auch "Lobbythek" nicht wirklich aufregend ist. Da hilft auch die unbändige Spielfreude nicht wirklich weiter. Das Verhalten von Engels und Riedinger stand in krassem Gegensatz zu ihrem Outfit: Dunkle Anzüge, passende Krawatten, weiße Hemden. Sie scherzten: "Das ist die Donald-Trump-Streetwear mit dem Lotus-Effekt - da perlt alles ab." Viel lustiger sollte es nicht werden. Die beiden Hyperaktiven empfahlen aus ökologischen Gründen "Panzer-Sharing" und stellten die Frage in den Raum, ob es sich dabei um Fahrgemeinschaften oder um Schützenbruderschaften handele. Von der Lobbythek ist es nicht weit zur "Hobbythek" - für die beiden Akteure die Gelegenheit, Jean Pütz zu parodieren, und das sehr gut - wie alle anderen Parodien auch. Immer wieder konnte geschmunzelt werden - beispielsweise, als es darum ging, die Strategie der Pharmakonzerne aufzudecken, die immer neue, unsinnige Präparate auf den Markt wirft. Und die den Bedarf suggeriert mit Fragen wie dieser: "Sind Sie morgens schon mal müde?" Adrian Engels hätte einen Blutdrucksenker gut gebrauchen können, als er den "Mega-Pofalla" mimte. Der näselnde CDU-Mann war ein Vertreter der Kategorie "Bin ich schon Politiker oder bin ich schon Lobbyist". Einen "Tatort" mit Ronald Pofalla und Til Schweiger können sich "Onkel Fisch" nur komplett mit Untertiteln vorstellen. Das Kleinkunst-Duo lästerte: "Bio-Pelze stammen von Robben, die mit einer Holzlatte ohne Schadstoffe niedergeknüppelt wurden."

(barni)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Kaarst: Mäßige Begeisterung fürs Duo "Onkel Fisch"


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.