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Kaarst
Mehr Helfer - etwas weniger Abfall

Kaarst: Mehr Helfer - etwas weniger Abfall
Bouchra El Maazi (rechts) und weitere Mitglieder des Integrationsrates sammelten Müll rund um den Park-&-Ride-Platz am Nordkanal auf. FOTO: L. Berns
Kaarst. Auch zahlreiche Flüchtlinge beteiligten sich an der Aufräum-Aktion. Von Rudolf Barnholt

Es war der 16. Drei-Besen-Tag in Kaarst, und dass Müll nicht einfach achtlos weggeworfen werden darf, scheinen viele immer noch nicht zu wissen oder es ist ihnen egal. Immerhin stellte der Leiter des Bauhofs, Ralf Stübben, nach der Aktion fest, dass die Menge der Abfälle im Vergleich zum Vorjahr leicht von 20 auf 18 Tonnen zurückgegangen ist. Noch erfreulicher war die große Bereitschaft, das Stadtgebiet gemeinsam sauber zu machen - an der Aktion beteiligten sich auch zahlreiche Flüchtlinge.

Bouchra El Maazi sorgte mit rund 15 Mitstreitern von der Liste des Integrationsrats am Park-&-Ride-Platz in Höhe der Skulptur "Brücken über den Nordkanal" für ein adrettes Erscheinungsbild. Überall schwärmten Menschen bei kaltem, aber sonnigen Wetter aus. Mit dabei war auch Bashar (27) aus Syrien. Auch er sollte sich wenig später die Erbsensuppe in der Gaststätte Johnen schmecken lassen. Der Drei-Besen-Tag ist eine Erfindung von Peter Becker von den St. Sebastianern. Die Organisation hat er mittlerweile an Oliver Wendt übergeben.

Der hatte ein Problem: "Hoffentlich habe ich genug Sticker." Es waren vor allem die vielen Schüler, die sich diese kleine Trophäe nicht entgehen lassen wollten. In einer Monarchie gibt es Klassenunterschiede. So wurde der Vorster Schützenkönig Sebastian Kraft mit einem "Königspicker" ausgestattet, der ihm das viele Bücken ersparte. Auch die Vorster Jungschützenkönigin Laura Wellmann war sich nicht zu schade, aufzuheben, was andere bewusst hatten fallen lassen.

Allzu spektakuläre Funde gab es nicht: hier ein Kugelgrill, da ein paar alte Stühle und Blumenkübel und ein altes Ölfass, das ganz sicher nichts in der freien Natur zu suchen hat. Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus freute sich über die große Resonanz: "Wir hatten über 1000 Anmeldungen." Schulkinder waren schon am Freitag im Kollektiv aktiv geworden. Eine besondere Dreckecke war der Haltepunkt "Ikea" der Regio-Bahn. Nach getaner Arbeit kam man zum Erfahrungsaustausch zusammen, und zwar entweder im Bauhof oder in der Gaststätte Johnen.

Quelle: NGZ
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