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Kaarst
Mit dem Motorrad zum Dach der Welt

Kaarst: Mit dem Motorrad zum Dach der Welt
Die Motorradfans Arif Arslan (vorn rechts) Nuri Akpinar und Mehmet Ayhan (v.l.) planen ihre 9385 Kilometer lange Tour. FOTO: cka
Kaarst. Der Kaarster Arif Arslan will mit zwei Freunden halb Asien erkunden. In wenigen Tagen geht die Tour los. Von Christian Kandzorra

In wenigen Tagen geht es los: Dann stürzt sich der Kaarster Arif Arslan mit seinen Freunden Nuri Akpinar und Mehmet Ayhan aus Grevenbroich in eines der wohl größten Abenteuer seines Lebens: in nur siebeneinhalb Wochen mit dem Motorrad durch halb Asien - ins Himalaya-Gebirge nach Pakistan, nach Indien und nach Nepal.

Für ihre Tour opfern die leidenschaftlichen Motorradfahrer mit türkischen Wurzeln ihren Jahresurlaub und sämtliche Überstunden. Ihre Reise haben sie akribisch geplant. Doch trotz aller Sorgfalt - bis ins letzte Detail lässt sich die 9385 Kilometer lange Motorrad-Route nicht planen. Was die drei so reizt, sind die Superlative: Auf ihrer Liste stehen der Karakorum-Highway in Pakistan, der zu den gefährlichsten Fernstraßen der Welt zählt, und der Kardung-Pass in Indien, der gerade unter Motorradfahrern beliebt ist. Dieser Pass liegt auf einer Höhe von mehr als 5300 Metern und gilt als einer der höchsten überhaupt befahrbaren Gebirgspässe der Welt.

Das Abenteuer beginnt für Arif Arslan und seine Freunde allerdings wie die meisten Reisen recht unspektakulär am Düsseldorfer Flughafen. Über Istanbul fliegen sie ins indische Neu-Delhi, von dort weiter nach Amritsar, einer indischen Millionenstadt an der Grenze zu Pakistan. Im nur wenige Kilometer entfernten Lahore - die Stadt gehört bereits zu Pakistan - wollen sie sich Motorräder leihen und 1400 Kilometer weit Richtung Norden ins Himalaya-Gebirge fahren. "Wir kehren in der Nähe der chinesischen Grenze wieder um", sagt Nuri Akpinar und zeigt die Route auf einer Landkarte, auf der er alle wichtigen Sehenswürdigkeiten wie den legendären See "Attabad Lake", Tankstellen und Hotels markiert hat.

Doch die Tour in den Himalaya ist nur ein Teil der Reise, die jetzt ansteht: Arslan (51), Akpinar (61) und Ayhan (52) wollen schließlich wieder von Pakistan nach Indien fliegen und sich in Neu-Delhi ein weiteres Mal Motorräder leihen, um von dort aus weiter nach Agra zu fahren. Dort erwartet sie der Taj Mahal, ein Mausoleum, das Weltkulturerbe ist. Über Varanasi wollen die Freunde weiter ins nepalesische Kathmandu und schließlich wieder Richtung Indien, wo sie sich in einer der letzten Etappen ihrer Reise einen Traum erfüllen wollen: ein Foto auf dem hohen Kardung-Pass. "Das ist ein absoluter Höhepunkt für alle Motorradfahrer", schwärmt Arif Arslan. Sie sind gespannt auf das, was sie erwartet - auf dem Pass und auch in der nicht allzu weit entfernten Stadt Dharamsala. "Wir wollen uns Zeit lassen. Deshalb haben wir einen Puffer von zehn Tagen eingeplant", erzählt Mehmet Ayhan.

Quelle: NGZ
 
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