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Kaarst
Musikschule zeigt "Hänsel und Gretel"

Kaarst: Musikschule zeigt "Hänsel und Gretel"
Bei den Proben kostet die fiese, sehr kurzsichtige, Hexe (Tamara Jäger, r.) schon mal, ob ein gebratener Hänsel (Vanessa Neubauer) ihr wohl schmecken könnte. FOTO: Anja Tinter
Kaarst. Das Weihnachtsmusical wird am Sonntag im Albert-Einstein-Forum auf die Bühne gebracht. Das Ensemble "Querbeet" hat alle Rollen weiblich besetzt - und probt schon seit Oktober für seinen großen Auftritt. Es gibt noch Karten. Von Elisabeth Keldenich

Die Proben zum Musical "Hänsel und Gretel" in der Musikschule Mark Koll laufen auf Hochtouren. Am Sonntag wird das Weihnachtsmusical im Albert-Einstein-Forum auf die Bühne gebracht. Die Theatergruppe "Querbeet" hat sich in einer gemeinsamen Abstimmung für dieses Stück zur Musik aus der gleichnamigen Oper von Engelbert Humperdinck entschieden. Die Texte hat die Gruppe selbst geschrieben. Begleitet wird sie von der Jungen Sinfonie Kaarst und der Musikschule Koll. Begonnen haben die Proben schon im Oktober, jetzt ist die heiße Phase angelaufen.

Die jungen Frauen sind mit Spielfreude, überraschenden Talenten und viel Enthusiasmus dabei. Das seit 2003 bestehende Ensemble hat das Musical rein weiblich besetzt: Vanessa Neubauer mimt Hänsel, Jessica Dolf Gretel, die Rolle des Vaters hat Svenja Theisen übernommen, die der Stiefmutter Carmen Nahas und die Hexe stellt Tamara Jäger dar. Und die ist böse. So richtig böse. Zuerst verschleiert sie mit schmeichelnder Stimme ihre wahren Absichten. Sie will Hänsel und Gretel doch nur helfen. Das Geschwisterpaar hat sich im Wald verirrt, ist hungrig und freut sich, ein verwunschenes Lebkuchenhaus entdeckt zu haben. Hänsel erliegt der Versuchung sofort. Seine Schwester versucht ihn zu warnen, schließlich haben ihre Eltern ihnen beigebracht, nichts von Fremden anzunehmen. Aber Hänsels Hunger ist zu groß - er kostet dankbar von den köstlichen, mit Schokolade überzogenen Lebkuchen der vermeintlich hilfreichen Hexe. Doch als diese erfährt, dass Hänsel und Gretel temporär elternlos sind, sieht sie ihre Chance gekommen. Sie sperrt Hänsel in einen Käfig, um ihn zu mästen, später zu braten und mit Knödeln und viel Soße zu verzehren. Gretel verdammt sie zur Haus- und Küchenarbeit. Das Mädchen ist scheinbar folgsam, schmiedet aber Fluchtpläne bei denen sie offensichtliche Fehlsichtigkeit der groß bebrillten Hexe nutzen will. Unter den kritischen Blicken von Regisseurin Raphaela Albrecht geben die jungen Frauen alles an Aktion. Vor allem Hexe Tamara Jäger wirkt sehr furchteinflößend. Vanessa Neubauer verleiht ihrem Hänsel abwechselnd einen täuschend echten ängstlichen oder sehr hungrigen Gesichtsausdruck. Jessica Dolfs Gretel ist sowohl besorgt wie auch pfiffig. Zu Herzen geht die Szene, wenn die Geschwister eng aneinandergeschmiegt im dunklen Wald einschlafen - und dazu das Lied "Abends wenn ich schlafen gehe" gesungen wird. Die Szenen werden liebevoll bis in die kleinste Gestik gestaltet, sprachlich akzentuiert und musikalisch sicher vorgetragen. Die fantasievollen Kostüme stammen aus dem mittlerweile großen Fundus oder aus Privatbesitz. Das Knusperhaus der Hexe wird mit echten Lebkuchen verklinkert sein - für das "Baumaterial" sorgt Bäckermeister Thomas Puppe. Der Lebkuchen dürfen nach den Vorstellungen von den Zuschauern weggeknuspert werden

Quelle: NGZ
 
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