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Kaarst
Nachwuchs-Reporter bei der Arbeit

Kaarst: Nachwuchs-Reporter bei der Arbeit
Die Kinder übten Recherchieren und schrieben Artikel. FOTO: G. Engelskirchen
Kaarst. Zehn- bis 14-Jährige erstellten in einem fünftägigen Kursus eine eigene Zeitung.

Einmal selbst eine Zeitung machen wie die Profis - darum ging es in einem spannenden Kursus, den die Volkshochschule im Rahmen des Kulturrucksacks NRW anbot. Fünf Tage lang beschäftigen sich acht fleißige Schreiber zwischen zehn und 14 Jahren unter der Anleitung von Michaela Kura mit verschiedenen Textsorten, Überschriften und Interviews. "Wir üben und schreiben viel, aber die Themen dürfen wir uns selber aussuchen", berichtet Meike. "Am Anfang haben wir uns erstmal angeguckt, wie eine Zeitung aufgebaut ist, dann haben wir überlegt, wer von uns über was schreibt", ergänzt Philipp.

Die Themen sind bunt gemischt: Felix interessiert sich für den Boxer Hamza Touba und steuert zahlreiche Witze für die letzte Seite der Zeitung bei, Philipp hat schon ein Rätsel für diese entworfen und berichtet zusammen mit Jamie über die Probleme der App Talking Tom Gold Run. Auch die aktuelle Flüchtlingssituation wird aufgegriffen, ebenso lokale Ereignisse wie Kaarst Total oder leerstehende Geschäfte. "Alle sind super konzentriert und interessiert", lobt Michaela Kura. "Manche haben direkt Termine vereinbart und schon richtig viele Informationen gesammelt." So haben Meike und Amelie mit den Organisatoren von Kaarst Total telefoniert, Carlotta und Maya hatten ein Gespräch im Rathaus. "Uns ist aufgefallen, dass in Kaarst viele Läden weg sind, darüber wollten wir mehr Infos und sind einfach hingegangen", erzählen die beiden. "Dass wir direkt einen Termin bekommen haben, hat uns selber überrascht."

Das Führen von Interviews wird natürlich trainiert: Fotografin Gerlind Engelskirchen beantwortet gern alle Fragen. Die Kids sind sich einig: Journalist können sie sich später auch als Beruf vorstellen. Michaela Kura, Grafikerin, Texterin und Autorin, ist mit dem Kursverlauf zufrieden: "Es geht darum, dass die Kinder lernen, sich Informationen zu besorgen und an den richtigen Stellen nachzuhaken. Dafür muss man rausgehen und den Mund aufmachen, das fällt manchen schwerer, aber alle probieren es und machen mit."

(srh)
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