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Kaarst
Neue Kunst am Nordkanal: Grund gehört nicht der Stadt

Kaarst. Der Kulturausschuss hatte die Pläne des Kunstvereins Nordkanal bereits zustimmend zur Kenntnis genommen. Im Bauausschuss wurde jetzt deutlich, dass sich der Plan des Vereins, im Rahmen der Erneuerung der Fußgängerbrücke über den Nordkanal auf eigene Kosten einen Sockel für eine Skulptur gießen zu lassen, nicht so einfach umsetzen lässt. Der Knackpunkt: Das beanspruchte Gelände befindet sich nicht im Besitz der Stadt Kaarst. Die Technische Beigeordnete Sigrid Burkhart empfahl, sich direkt an den Vorstandsvorsitzenden der Regio-Bahn, Christian Will zu wenden, der in Holzbüttgen lebt.

Klaus-Dieter Pruss und Markus Albiez stellten das Projekt kurz vor. "Eigentlich wollte wir ja eine Skulptur von Tony Cragg, aber wir mussten erkennen, dass wir uns damit finanziell übernommen hätten", erklärte Albiez. Immerhin: Marina Dimitrijevic, von der eine knapp vier Meter hohe Stahlskulptur erworben werden soll, ist Meisterschülerin von Tony Cragg. "Wir finden Ihre Pläne gut", sagte Mathias John (CDU). Aber es gab auch Bedenkenträger. Sabine Kühl (SPD) dachte perspektivisch: "Was ist, wenn da in 30, 40 Jahren eine Straße gebaut werden soll? Und was ist, wenn die Bäume das Kunstwerk bemoosen, müssen die dann weg?" Tiefbauamtsleiter Jan Opial erinnerte daran, dass die Bäume dort als Ausgleichsmaßnahme gepflanzt worden sind: "Sie dürfen nicht in Konkurrenz zu dem Kunstwerk stehen." Der Bereich befinde sich zudem "im Abflussprofil des Nordkanals, auch wenn es nicht so aussieht". Es handele sich um eine Retentionsfläche. Albiez, der an einer Computeranimation zeigen konnte, wie die Plastik am Nordkanal wirkt, musste auch die Frage beantworten, ob in diesem Bereich nicht etwas zu viel Kunst stehe. "Das ist immerhin die geografische Mitte von Kaarst", erklärte Albiez als Vorsitzender des Vereins.

(barni)
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