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Kaarst
Neuer Probenraum bietet perfekte Technik

Kaarst: Neuer Probenraum bietet perfekte Technik
Musikschulleiter Mark Koll im neuen Probenraum. Der 45-Quadratmeter-Raum kann von Musikern aus dem ganzen Rhein-Kreis genutzt werden. FOTO: ati
Kaarst. Im Träffpunkt, dem ehemaligen Café Buxbaum, können Musiker ab November einen neuen Übungsraum mieten. Er ist mit einem Grundequipment ausgestattet und schallisoliert. Verwaltet wird er von der Musikschule Koll. Von Bärbel Broer

Kein miefiger Keller, keine kalte Garage, kein Ärger mehr mit Nachbarn: Hobby-Musikbands aus der Region, die einen professionellen Probenraum suchen, werden künftig auf dem Gelände des ehemaligen Cafés Buxbaum in Kaarst fündig. In direkter Nachbarschaft, des neuen Ikea, ist der schwedisch-angehauchte Träffpunkt entstanden. Neben dem Probenraum, der durch die Musikschule Mark Koll betreut wird, sind das integrative Kunstatelier Einblick sowie die Holzwerkstatt des Repair-Cafés der Senioren Initiative Kaarst dort eingezogen. Denn der Konzern lege großen Wert auf gute Nachbarschaft, hatte Stephan Laufenberg, der Ikea-Einrichtungshauschef, erst kürzlich erklärt.

Der Probenraum bietet alles, was ein Musikerherz höher schlagen lässt: Der 45 Quadratmeter große Raum ist bereits mit einem Grundequipment ausgestattet, bestehend aus Drumset, Verstärker für Bass und Gitarre, Mikrofone, Mischpult und E-Piano. Außerdem gibt es sieben abschließbare Boxen, in denen Bands ihre Musikinstrumente lagern können. Der Raum ist darüber hinaus freundlich durch den Lichteinfall der Fenster und verfügt über eine hochmoderne Umwälzanlage, die regelmäßig für Frischluftzufuhr sorgt. "Das ist alles keine Selbstverständlichkeit", sagt Koll. Der Profi weiß unter welch' schlechten Bedingungen viele Hobbymusiker sonst üben müssen. Verwaltet und betreut wird der Probenraum durch die Musikschule Mark Koll. Der Chef und ein Mitarbeiter haben erst kürzlich die Instrumente und das dazugehörige Equipment aufgebaut. "Das ist schon ein tolles Angebot, das Ikea hier macht", sagt Koll. "Denn es gibt ja kaum Probenräume für Erwachsene oder Familien." Vorrausichtlich ab November werden Bands und Ensembles den neuen Raum nutzen können.

Wie der Ikea-Store-Manager Stephan Laufenberg im Vorfeld angekündigt hatte, wurde der Probenraum entkapselt und erhielt doppelte Wände. "Es kann dort also Krach gemacht werden", so Laufenberg. Zusätzliches Highlight: "Sogar einen Grillplatz gibt es nebenan", sagt Koll. Den Raum können alle interessierten Bands aus der Region mieten. "Nur Punk oder Metal sind nicht zugelassen", sagt Koll. Es sei keineswegs so, dass nur Musiker seiner Musikschule Zugriff auf den Raum hätten. "Wir betreuen nur den Raum und vermieten ihn", erzählt er. Die Musikschule erhält die Räume kostenfrei, muss lediglich für die Nebenkosten aufkommen.

Bislang hätten sich zwei Bands angemeldet. Selbstverständlich könnten Musiker auch ihre eigenen Instrumente mitbringen. "Wer eine Box dazu mietet, zahlt etwas mehr als jene, die nur den Probenraum buchen", erklärt er. Den genauen Mietpreis mag er nicht nennen, "er ist aber sehr überschaubar", so Koll.

Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass es eigentlich acht Boxen für Musikinstrumente gibt. "Diese ist für die geplante Ikea-Band reserviert", erklärt Koll. Denn mindestens eine Ikea-Band - zusammengesetzt aus Mitarbeitern - soll es künftig geben. Eine Session mit Ikea-Mitarbeitern habe es bereits gegeben. Koll war dabei und begeistert: "Da sind richtig gute Musiker darunter."

Quelle: NGZ
 
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