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Kaarst
Neuer Verein will Driesch verschönern

Kaarst: Neuer Verein will Driesch verschönern
Auf großes Interesse stieß die Gründungsversammlung des Vereins auf dem Hof von Frank Kluth (M.): Die Initiatoren Dilek Haupt und Heinz-Peter Zimmermann (l.) und ihre Mitstreiter haben viele Pläne für ein schöneres Driesch. FOTO: G. Salzburg
Kaarst. Die 27 Gründungsmitglieder um die Vorsitzende Dilek Haupt wollen "Driesch aus dem Dornröschenschlaf wecken". Von Bärbel Broer

Eigentlich gibt es sie - die Ortsmitte von Driesch. Doch die Grünfläche um Spielplatz und Denkmal im kleinsten Ortsteil von Kaarst ist ohne Leben. Das soll sich ändern. Am Dienstagabend haben sich 47 Anwohner auf dem Hof von Frank Kluth getroffen und diskutiert, wie aus der toten Ortsmitte ein lebendiger, ansprechender Treffpunkt werden könnte. Am Ende fanden sich 27 Mitglieder, die den Verein "Driescher Ortsmitte" gegründet haben. Sie haben viel vor: Ideen entwickeln, Fördergelder akquirieren, aber vor allem selbst anpacken.

"Mega-überrascht" sei sie gewesen vom großen Interesse, sagt Dilek Haupt, die zur Vorsitzenden des neuen Vereins gewählt wurde. Diese positive Resonanz sei Beleg dafür, wie sehr den Drieschern an einer Belebung ihrer Ortsmitte gelegen sei. "Als hätte man darauf gewartet, dass etwas passiert." Vielen Kaarstern ist Dilek Haupt als CDU-Ratsmitglied bekannt. Doch ihr Engagement für die Driescher Ortsmitte möchte die gebürtige Kölnerin mit türkischen Wurzeln getrennt von Parteipolitik verstanden wissen.

Die Unternehmensberaterin, die derzeit in einem Sabbatjahr ist, wohnt mit ihrem Mann Tobias seit 2007 in Driesch. Sie genießt die Natur und Beschaulichkeit, sieht ihr Zuhause aber nicht als Schlafstätte. Deshalb möchte sie ihren Teil dazu beitragen, "Driesch aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken". Die Idee zur Vereinsgründung war während des Schützenfestes entstanden. "Frank Kluth hatte mir davon erzählt, und ich war gleich begeistert", erinnert sich Haupt. So begeistert, dass sie für ein erstes Treffen ihr Wohnzimmer vorgeschlagen hatte. Auf dem Hof von Kluth war dann aber doch mehr Platz - auch wenn nicht jeder einen Sitzplatz fand. Seit Schließung der Gaststätte "Haus Marianne" gibt es auch keinen Veranstaltungsraum mehr in Driesch. Kluth fand eine pragmatische Lösung - der Raum auf seinem Hof darf auch künftig als Vereinsraum genutzt werden.

Zahlreiche Ideen wurden dort zusammengetragen - von Alt- wie auch Neu-Drieschern. Denn durch das Neubaugebiet ist Driesch um 100 auf etwa 850 Bürger angewachsen. Auch Bedenken wurden ausgeräumt. Haupt: "Manche hatten Sorge um die Ruhe, aber wir wollen ja auch keinen Lärm oder Partys."

Sie wollen einfach mehr Leben im Ort: Die 27 Gründungsmitglieder verständigten sich auf die Ziele, Ideen für eine Ortsverschönerung zu sammeln sowie eine "Aufwertung und Belebung von Driesch zu entwickeln und deren Realisierung zu fördern". Vorschläge gibt es bereits: Pavillon, moderne Sitzgelegenheiten, Beleuchtung, Kräutergarten, Schachbrett, aber auch Sportangebote wie ein Cross-Fit-Käfig, an dem Übungen absolviert werden können. Um einige dieser Ideen umsetzen zu können, müssten Strom- und Wasserleitungen gelegt werden. Haupt: "Die Vorschläge werden wir in die Verwaltung tragen." Denn die Stadt ist Eigentümerin der Grünfläche. Sie muss ihr Einverständnis geben, wenn es darum geht, die Ortsmitte wieder zu beleben.

Quelle: NGZ
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