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Kaarst
Neues Programm für Junge Union

Kaarst: Neues Programm für Junge Union
Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus (3.v.r.) umringt vom neuen JU-Vorstand mit (v.l.) Sebastian Böckels, Yassine El Fouri, Lisa van Leendert, Sebastian Semmler und Sven Ladeck. FOTO: G. Salzburg
Kaarst. Mitgliederzahl wächst auf 507. Erstmals ein junger Muslim mit im Vorstand.

Die Mitgliederversammlung der Jungen Union am 23. Dezember endet traditionell in einer Party mündet. Grund zum Feiern gab es diesmal genug: "Wir waren die einzigen in der Findungsgruppe der CDU, die schriftlich den Vorschlag Ulrike Nienhaus als Bürgermeisterkandidatin eingebracht haben", erklärte der JU-Vorsitzende Sven Ladeck die Ursache.

Der CDU-Nachwuchs hatte sich stark im Wahlkampf engagiert. Und auch der Grillplatz, in den die Junge Union viel Herzblut investiert hatte, wird jetzt umgesetzt.

Dass die Junge Union ein Gespür für die richtigen Themen hat, machte Ladeck an einem Beispiel deutlich: "Unser Vorstandsmitglied Niels Rentergent ist stellvertretender Vorsitzender des Integrationsrates. Wir haben die Integration als wichtiges gesellschaftliches Feld entdeckt." Als armselig empfand er die Reaktion eines Ratsmitglieds der Grünen, dem Ladeck einen Weihnachtsgruß geschickt hatte: "Bitte lassen Sie zukünftig das Portogeld für die Weihnachtspost den Obdachlosen zukommen", hatte der Ratsherr geschrieben und dabei auf jeglichen Dankes- oder Weihnachtsgruß verzichtet.

Obwohl die Zahl der Mitglieder im Vergleich zum Vorjahr geringfügig auf 507 gestiegen ist, möchte der Vorsitzende noch mehr Mitglieder gewinnen und passive aktivieren. Sehr zum Zusammenhalt tragen Aktionen wie die Dresden-Fahrt sowie Veranstaltungen wie Karnevalsparty und Grillfest bei. Auf der Klausurtagung im Januar soll ein neues Programm verabschiedet werden.

Da die Besitzer Maurice und Vanessa van den Berghs umzugsbedingt ihre Ämter zur Verfügung stellten, wurden zwei neue Besitzer gewählt: Der 21-jährige Lehramtsstudent Sebastian Böckels und der 17 Jahre alte Schüler Yassine El Fouri. Mit ihm hat es ein junger Moslem in den Vorstand der Jugendorganisation der Christdemokraten geschafft. Der erste Beigeordnete Sebastian Semmler gab einen Einblick in die Verwaltung und in die aktuellen Aufgaben. Er versprach schnelles Internet bis spätestens Mitte 2017 und gestand, dass die Unterbringung der Flüchtlinge ein "Bauchschmerz-Thema" sei. Den neu gewählten Seniorenbeirat bezeichnete Semmler "als interessante Herausforderung für uns alle".

(barni)
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