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Kaarst
Nicht der Bruder von Helene

Kaarst. Comedian Frank Fischer ließ dem Publikum im AEF kaum Lach-Pausen. Von Elisabeth Keldenich

Nein, er sei nicht der Bruder von Helene Fischer. "Das geht auch gar nicht, denn sie hat Haare", erklärte Glatzenträger Frank Fischer. Andere Männer ohne Haupthaar würden dafür für seine Brüder gehalten - nur eine von vielen überraschenden Alltagswirklichkeiten des Comedians, die im gut gefüllten Albert-Einstein-Forum für einen Abend voller Lachtränen sorgten. Fischers aktuelles Programm "Gewöhnlich sein kann jeder" ruhte auf zwei Säulen: Das "normale" Leben gnadenlos aufs Korn zu nehmen - und es gleichzeitig mit wahnwitzigen Aktionen zu durchbrechen und ungewöhnlich zu gestalten.

"Wenn ich mich mit meiner Frisur über den defekten Hotelföhn beschwere, ist das Gesicht des Portiers für fünf Sekunden erstarrt", erzählte Fischer, leger gekleidet und wie ein Wasserfall redend. Oder in einen Aufzug zu steigen, alle Knöpfe zu drücken, um dann lapidar festzustellen: "Ich arbeite hier ja gar nicht!" Mit solchen Bonmots hatte Fischer die Lacher auf seiner Seite - das Publikum spielte aber selbst gerne mit. Denn es war aus den umliegenden Orten (angeblich) mit Jachten, Fahrrädern und sogar mit Traktoren angereist - da musste selbst Fischer schmunzeln.

Sein Motto: Zu jeder Situation die passende Antwort zu finden - im Fitnessstudio angesichts zwei Meter großer Muskelberge kann das schon mal schwierig werden. "Einfach nicht in die Augen schauen", rät Fischer. Wird man geblitzt, empfahl er die fünfmalige Wiederholung des Vorgangs. Diese Anlage ist defekt - denn wer würde so blöd sein, mehrmals dort hineinzufahren? "Zumba" ist für ihn Fußballspielen ohne Ball und wenn Heidi Klum eine Kandidatin mit den Worten "Ich habe leider kein Foto für dich" ablehnt, möchte Fischer die Antwort "Kein Problem, gehe gleich zum Automaten" hören.

In diesem Stil ließ Fischer seinen Zuhörern kaum eine Atempause - für den langanhaltenden Beifall bedankte er sich mit zwei Zugaben.

Quelle: NGZ
 
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