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Kaarst
Nordkanalallee: Keine Kosten für Anwohner

Kaarst: Nordkanalallee: Keine Kosten für Anwohner
Volles Haus bei der Bürgerinformation in der Lindgren-Grundschule, bei der Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus sprach. FOTO: woi
Kaarst. Die Verwaltung stellte die Pläne für die Umgestaltung jetzt bei einer Bürger-Info vor. Alle bestehenden Bäume müssen gefällt werden. Von Rudolf Barnholt

Die Nordkanalallee in Holzbüttgen wird gründlich umgestaltet. Die Verwaltung stellte die Pläne am Dienstag-Abend in der Astrid-Lindgren-Grundschule vor. Alles andere als selbstverständlich für eine sehr tiefgreifende Maßnahme, die beispielsweise die Fällung aller bestehenden Bäume vorsieht und die aus der Wohnsammelstraße für fast ein Jahr eine Baustelle macht.

Die Informationsveranstaltung verlief konstruktiv und sachlich. Jeder Bürger bekam zur Begrüßung einen Klebepunkt, den er nach der Vorstellung auf eine der beiden Varianten kleben konnte. Variante zwei erwies sich als die eindeutig beliebtere - vielleicht auch deshalb, weil die Zahl der Stellplätze dabei nicht reduziert werden soll. 35 Stellplätze statt 16 in Variante eins - da sollte die Entscheidung nicht schwerfallen.

Was neben der großzügigen Parkregelung zur entspannten Haltung der betroffenen Bürger beigetragen haben mag: Die Anlieger werden nicht zu irgendwelchen Kosten herangezogen. Und der Baum-Experte Jürgen Kutscheidt hatte zu verstehen gegeben, dass die Bäume sofort bis mittelfristig gefällt werden müssten - es sei deshalb ratsam, jetzt gleich alle Bäume zu fällen. Diese Maßnahme wird voraussichtlich im Februar umgesetzt. "Die Nordkanalallee wird wieder eine Kirschbaum-Allee", versprach die Technische Beigeordnete Sigrid Burkhard. Und sie ging auf weitere Details ein: "Gepflanzt werden 34 Bäume, davon neun auf der Südseite und 25 im nördlichen Bereich. Auf der Nordseite - das ist von der Kaarster Straße aus kommend die linke Seite - wird es künftig keinen Gehweg mehr geben. Neben den Bäumen wird es dort künftig fünf oder sechs Stellplätze geben. "Auf der Südseite werden die Bäume einen halben Meter in die Fahrbahn hineinragen und einen halben Meter in den Gehweg", erklärte die Technische Beigeordnete der Stadt Kaarst.

Trotz dieser Verengung wird den Fußgängern ein Gehweg zur Verfügung stehen, der mindestens 1,96 Meter breit sein wird - und damit rund doppelt so breit wie aktuell. Endlich wird es dann eine ebene barrierefreie Fläche geben.

Die anwesenden Bürger erfuhren, dass die Strom-Freileitungen in den Stichstraßen, die mit saniert werden, unterirdisch verlegt werden. Die Verwaltung plant zur Senkung der Geschwindigkeit Aufpflasterungen, wie es sie auf der Alten Heerstraße im Bereich des Kaarster Rathauses gibt. "Wir prüfen aber auch den Vorschlag von Bürgern, Richtung Marienplatz einen Zebrastreifen vorzusehen", erklärte Sigrid Burkhart.

Die Nordkanalallee gilt als Wohnsammelstraße - bei ungefähr 1800 Fahrzeugen pro Tag empfiehlt sich eine Asphaltierung. Der Gehweg wird dagegen gepflastert. Auslöser für die Umgestaltung der Straße ist die Notwendigkeit der Erneuerung des kompletten Kanals - bei dieser Gelegenheit werden auch die Westnetz-AG und die Kreiswasserwerke ihre Leitungen komplett erneuern.

Quelle: NGZ
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