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Bürgermeisterwahl in Kaarst
Persönlicher Erfolg für Nienhaus

Kaarst: Ulrike Nienhaus triumphiert bei Bürgermeisterwahl
Kaarst: Ulrike Nienhaus triumphiert bei Bürgermeisterwahl FOTO: Georg Salzburg
Meinung | Kaarst. Die CDU ist noch mal davongekommen. Ulrike Nienhaus hat für sie den Bürgermeistersessel gesichert – und mit rund 54 Prozent gleich beim ersten Antritt ein sehr respektables Ergebnis erzielt. Für die 59-Jährige ist es denn auch vor allem ein persönlicher Erfolg, schließlich wurde sie erst im März dieses Jahres aufs Schild gehoben, hatte kaum lokalpolitischen "Stallgeruch". Von Helga Bittner

Denn bis dahin war die Abteilungsleiterin bei der Bezirksregierung (und Chefin von 500 Mitarbeitern) in der Stadt vor allem als Vorsitzende der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung Kaarst bekannt. Gleichwohl wird ihr zugetraut, die Zukunft der Stadt zu gestalten. Sie muss zeigen, dass sie sich als Bürgermeisterin und damit Oberhaupt für alle Kaarster gegenüber den Parteifreunden, die die Stadtpolitik ganz selbstverständlich für sich reklamieren, behaupten kann. Denn weitermachen wie bisher geht nicht.

Die Tür des Kaarster Rathauses war für einen nicht-christdemokratischen Kandidaten noch nie so offen wie diesmal. Christian Gaumitz von den Grünen muss enttäuscht sein – auch wenn er ein sehr starkes Ergebnis eingefahren hat. Aber es ist eine Niederlage. Die wird der bisherigen Einheit des Fünfer-Bündnisses sicherlich zusetzen. Sogar eine Auflösung könnte drohen. Wenn nämlich doch einer der Partner an ein Einlenken in Richtung CDU denkt.

Bürgermeister-Kandidaten diskutierten auf dem blauen NGZ-Sofa FOTO: Anja Tinter

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