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Kaarst
Pflanzen tauschen auf dem Tuppenhof

Kaarst. Auf der vom NABU organisierten Börse wechseln ausgefallene Gewächse ihren Besitzer. Von Rudolf Barnholt

Die Frühlingssternblume wird auch Andenknoblauch genannt. Am Samstag wartete sie - wie unzählige andere eher ausgefallene Pflanzen - auf einen neuen Besitzer. Die Pflanzentauschbörse des NABU im Tuppenhof war wieder ein Erfolg. Die Naturschützer nutzten die Traditionsveranstaltung, um für bestimmte Themen zu sensibilisieren. So warben sie für Wildbienenhotels, wiesen auf die Nützlichkeit der Bienen hin, rieten dringend von der Verwendung von Torf ab ("Torf gehört ins Moor") und servierten vegane Waffeln.

Monika Tan vom NABU war noch kurz vor Eröffnung der Pflanzentauschbörse damit beschäftigt, die Pflanzen auszuzeichnen. Nebenher erklärte sie, wie ein Leben ohne genügend Wildbienen aussieht: "In China ziehen Wanderarbeiter durch das Land und bestäuben Obstbäume von Hand."

Zu den Pflanzen, die jetzt auf dem Tuppenhof angeboten wurden, die in Taschen und Körben, aber auch mal mit einer Sackkarre herbeigeschafft wurden, gehörte auch die alte Erdbeersorte Senga Sengana. "Sie ist nicht so widerstandsfähig wie die modernen Züchtungen, die Früchte können nicht so lange gelagert werden, aber der Geschmack ist unvergleichlich", schwärmte Monika Tan.

Marianne Rameil, Ehrenamtlerin auf dem Tuppenhof, hatte Aloe-Vera-Pflanzen mitgebracht. Und Monika Bednarz war eigens aus Hilden, unter anderem mit Dahlien, angereist: "Ich habe einen bienen- und tierfreundlichen Öko-Garten", erzählte die Hildenerin. Sie habe auf Tomatenpflanzen gehofft, sei aber leider nicht fündig geworden. Insgesamt war das Angebot etwas größer als die Nachfrage. Katharina Kluth nahm unter anderem eine Minze mit. "Ich wusste nicht, dass ich auch etwas hätte mitbringen müssen", sagte die Neusserin - und gab statt dessen eine kleine Spende in die NABU-Spardose.

Die Pflanzentauschbörse war wie immer auch ein Forum, um sich mit anderen Pflanzenliebhabern, die auf Artenvielfalt in ihren Gärten achten, auszutauschen. Sie fachsimpelten über die "Weißbunte Japansegge" oder die "Zitronenduftpelargonie" und fanden kompetente Gesprächspartner in idyllischer Atmosphäre.

Quelle: NGZ
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