| 00.00 Uhr

Kaarst
Politik entscheidet über Holzhäuser für Flüchtlinge

Stimmen: NRW-Bürgermeister zur Lage in ihrer Stadt
Stimmen: NRW-Bürgermeister zur Lage in ihrer Stadt FOTO: dpa, fg nic
Kaarst. Kaarst könnte die erste Stadt sein, die Flüchtlinge in Holzhäusern unterbringt. Wenn die Politik zustimmt. Am alten Klärwerk sollen die Fertighäuser, die in erster Linie aus Holz bestehen, gebaut werden - in einer wesentlich kürzeren Zeit als die bisherigen Flüchtlingsheime in Modulbauweise. Ein Heim steht derzeit an der vom-Stein-Straße schon zur Verfügung, ein zweites wird in Vorst gebaut und zwei weitere Unterkünfte diesen Typs sind bestellt, sagt der zuständige Beigeordnete Sebastian Semmler. Von Helga Bittner

Die Lieferzeit ist für ihn das ausschlaggebende Argument, warum er für die weitere Bereitstellung von Flüchtlingsunterkünften Fertighäuser aus Holz favorisiert. "Sie ist deutlich kürzer, ab Bestellung etwa drei Monate, während für die bisher gebräuchlichen Unterkünfte in Modulbauweise rund sechs bis neun Monate veranschlagt werden", sagt er. Der Verwaltungsvorschlag für den Kauf der Holzhäuser muss indes noch die Fachausschüsse durchlaufen: "Wir haben noch nichts bestellt", betont Semmler. Auch werde sich an der schon erfolgten Bestellung der Modulunterkünfte nichts ändern.

Wie genau ein Holzhaus aussehen wird, weiß Semmler noch nicht. Mit der gängigen Vorstellung von einem Blockhaus hat dieses Gebäude jedenfalls nichts zu tun. "Es ist eher ein Art Zweifamilienhaus", sagt er, "aber es geht auch ein-geschossig." Sinnvoll erscheint ihm "auch aus energetischen Gründen" jedoch die Zwei-Etagen-Variante. Grundsätzlich bewertet er die Holzbauweise in "Teilen besser" als die der bisher gängigen Fertigmodule. Preislich lägen sie in etwa gleich, sagt er. Weitere Vorteile der Holzhäuser sind für ihn die "zügige Bauweise" und die Möglichkeit, den Innenraum flexibler zu gestalten.

Quelle: NGZ
Diskussion
Das Kommentarforum zu diesem Artikel ist geschlossen.